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AMRISWIL: Im Regen steht man schon

Trotz einiger Misstöne konnte der Gewerbeverein an der Generalversammlung auf ein Jahr mit vielen erfolgreichen Projekten zurückblicken. «Wir bleiben dran», verkündet Präsident Christoph Roth.
Maria Keller
GVA-Präsident Christoph Roth (am Rednerpult) kann an der Generalversammlung am Freitagabend 50 Anwesende im prächtigen Schwertsaal begrüssen. (Bild: Maria Keller)

GVA-Präsident Christoph Roth (am Rednerpult) kann an der Generalversammlung am Freitagabend 50 Anwesende im prächtigen Schwertsaal begrüssen. (Bild: Maria Keller)

Maria Keller

amriswil@thurgauerzeitung.ch

«Setzen Sie nicht alleine auf die Politik», rät Regierungsrat Walter Schönholzer den 50 Anwesenden im Schwertsaal Amriswil. Das offerierte Nachtessen haben die Zuhörer schon genossen, als mit der 107. ordentlichen Generalversammlung des Gewerbevereins Amriswil der eigentliche Abend beginnt – angefangen mit Schönholzers Referat über die «Hochpreisinsel Schweiz».

Der niedrige Detailhandelsumsatz, ein verändertes Konsumbedürfnis, die Herausforderung des Online-Handels: All dies sorge für ratlose Detaillisten und bringe neue Chancen und Ideen für das Gewerbe, sagt Schönholzer. Es brauche innovative Geschäftsmodelle, um die Kunden zu begeistern. Gerade hier käme der Gewerbeverein zum Zug. Der Tenor lautete in etwa: Im Regen steht man schon, vor der Traufe kann man sich noch retten.

Amriswiler Betriebe ziehen den Kürzeren

«Es sind kleine Steine, doch drücken sie in der Summe unangenehm im Schuh», sagt Vereinspräsident Christoph Roth im Verlauf seines Jahresberichts zum vergangenen Jahr. Auf das gute Einvernehmen mit der Stadt möchte er auch heute hinweisen, doch seien ihm einige Dinge negativ aufgefallen. Ein ausländisches Einkaufszentrum aus der Partnerstadt gehöre nicht auf die Werbeplattform im Festführer des Amriswiler Strassenfestes. Noch weniger die öffentliche Einladung zur Besichtigung dessen.

Ein weiterer Stein im Schuh: Das Projekt «Isatz» zur Wiedereingliederung von Sozialhilfebezügern in den ersten Arbeitsmarkt, durch Räumungsaufträge und kleinere Gartenarbeiten. Ein grundsätzlich sinnvolles Projekt, nur konkurrenziere es das Gartenbaugewerbe direkt. Zu beiden Themen habe eine Aussprache mit dem Stadtpräsidenten stattgefunden, sagt Roth. Bei Aufträgen in Millionenhöhe habe die Stadt ausserdem gerade einmal drei Betriebe aus Amriswil berücksichtigt. «Das finde ich moralisch stossend. Es kann doch nicht sein, dass unsere Steuergelder nach Weinfelden, Kreuzlingen, Arbon und St. Gallen fliessen», sagt Roth. «Wir bleiben dran», heisst es zu diesen Punkten, die noch für Frustration sorgen. Und auch er ruft dazu auf, den Amriswiler Fachgeschäften die Treue zu halten, um deren Attraktivität zu steigern. Der Detailhandel trete an Ort, eine Erholung sei nicht spürbar.

Neuwahlen und finanzieller Gewinn

Trotz dieser wenig rosigen Tatsachen hatte der Gewerbeverein auch im letzten Jahr ein umfangreiches Programm von Aktivitäten und Projekten zu verzeichnen. Zu nennen wären da der Wirtschaftsapéro, die Berufswahlnachmittage, zahlreiche Betriebsbesichtigungen und nicht zuletzt die Zusammenarbeit des Vereins mit der Schule. Das Projekt «Lift» wird weitergeführt. Ziel ist die Unterstützung von Schülern, die beim Übergang von der Sekundarstufe in die Arbeitswelt Schwierigkeiten haben.

Finanziell steht der Gewerbeverein auf gesunden Füssen. Im Rechnungsjahr 2017 resultierte bei Erträgen von rund 42 000 Franken und einem Aufwand von rund 39 500 Franken ein Gewinn von knapp 2500 Franken. Der Mitgliederbeitrag von 145 Franken wird nicht angetastet. Der Verein verzeichnet 221 Aktivmitglieder, inklusive 16 Neueintritte und sieben Austritte.

Neu in den Vorstand gewählt wurden Nicole Egli-Soller, als Ersatz für die austretende Monika Krattinger und Christian Rumpf für die Stelle des Kantonaldelegierten Reto Candio.

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