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AMRISWIL: Im Altersheim wird's laut

Die Swing Big Band Black Jacket probte für ihr Konzert im Juni. Dieses wird es im Pentorama stattfinden. Rund 20 Männer liessen mit Schlagzeug und Blasinstrumenten den Saal erbeben.
Maria Keller
Dirigent Nik Studer holt das Beste aus den Musikern heraus. (Bild: Maria Keller)

Dirigent Nik Studer holt das Beste aus den Musikern heraus. (Bild: Maria Keller)

Maria Keller

amriswil@thurgauerzeitung.ch

Wer an diesem Wochenende am Alters- und Pflegezentrum an der Heimstrasse vorbeigefahren ist, wird sich gefragt haben, was für eine Party die Senioren da drinnen wohl schmeissen mögen. Schon von weitem hörte man lautstarke Musik. Es waren die Instrumentalisten der Black Jacket, die für ihr Konzert im Juni fleissig probten und nebenbei «ein wenig Action in die Bude brachten», wie eine ältere Frau am Ausgang treffend bemerkte.

«A Tribute to Bella Italia» lautet das Motto des diesjährigen Konzerts der Black Jacket, das am 23. Juni im Pentorama stattfinden wird. Mit dabei ist der Sänger Daniel Piccinelli aus Sulgen. Gespielt und gesungen werden unter anderem bekannte Hits von Toto Cotugno, Eros Ramazzotti oder Zucchero. Geleitet werden die Trompeten-, Saxofon- oder Posaunenspieler von Nik Studer.

Jetzt geht es um den Feinschliff

Das Ziel dieses Wochenendes war klar: üben, üben, üben! Bereits im vergangenen Sommer begannen die Proben für das anspruchsvolle Projekt, nun geht es an den Feinschliff. «Das Probenwochenende stellt ein intensives Training dar, um unseren Auftritt zu perfektionieren», sagt Erwin Tanner. Er ist 2003 als Trompetenspieler zur Band gestossen und koordiniert seither die Projekte.

Die Black Jacket besteht in ihrer Form als Big Band schon seit 25 Jahren. «Jedes Jahr geben wir ein Jahreskonzert, und alle zwei Jahre üben wir für ein grösseres Projekt, wie nun dieses im Juni in Amriswil.» In den vergangenen Jahren hiessen die Mottos «Tribute to Ray Charles and Stevie Wonder» oder im letzten Jahr «A Tribute to the legendary Rat Pack». Diese Konzerte waren sehr gut besucht und fanden viel Lob bei den Kritikern.

Notenbeschaffung stellte sich als schwierig heraus

Dieses Jahr geht die Reise gemäss dem Motto nach Italien. Dass das Motto gelungen sei, stehe ausser Frage, meinte Erwin Tanner. Nur die Notenbeschaffung stellte sich als schwierig heraus. «Schliesslich wird italienische Musik selten für ein Swing-Orchester komponiert», so Tanner. Aus diesem Grund mussten die meisten Songs selbst arrangiert oder gekauft werden. Nik Studer, der seit 2008 Mitglied der Band ist, hat für fast zehn Stücke Arrangements gemacht. Insgesamt werden an dem Konzert etwa 25 Lieder gespielt.

Das diesjährige Projekt stellte sich als sehr kostenintensiv ­heraus. «Wir haben 15000 bis 20000 Franken budgetiert und sind auf unsere sieben Hauptsponsoren angewiesen», sagt Erwin Tanner. Ein Teil wird auch über die Eintritte finanziert. Der Eintritt pro Person beläuft sich auf 35 Franken. Ein Preis, der für die meisten Leute tragbar ist. 370 Tickets sind bereits verkauft. «Wir hoffen natürlich, dass alle 900 Plätze besetzt sein werden. Die Stimmung bei einem solchen Konzert ist jeweils gewaltig», kommt Erwin Tanner ins Schwärmen. Zuerst wird aber fleissig weitergeübt.

Die Proben lassen einige Soloparts innerhalb der Band vermuten. Im einen Moment ertönt die Posaune alleine im Saal, im anderen fliegen einzig die Finger des Pianisten über die Tasten. Die Musiker legen sich ins Zeug. Nik Studer gibt sich nicht zufrieden. «Noch mal von vorne» oder «Das hat sich ja schrecklich angehört», tönt es alle zwei Minuten. Der Dirigent will das Beste aus den Musikern herausholen. Noch sitzt nicht alles so, wie er es sich vorstellt. Aber bis zum Konzert im Juni ist ja auch noch ein wenig Zeit, um an der Performance zu feilen.

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