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AMRISWIL: Ihr Lieblingsbild gibt's noch nicht

Die Passion von Karin Santapaola ist das Malen. Eine Ausbildung hat sie keine, ihr gesamtes Können hat sie sich selbst angeeignet. Ihre Bilder sind bis Ende Oktober in der Gemeindebibliothek ausgestellt.
Viola Stäheli
Karin Santapaola zeigt drei ihrer Bilder. Ihre Kunst kann bis Ende Oktober in der Bibliothek in Amriswil bestaunt werden. (Bild: Reto Martin)

Karin Santapaola zeigt drei ihrer Bilder. Ihre Kunst kann bis Ende Oktober in der Bibliothek in Amriswil bestaunt werden. (Bild: Reto Martin)

AMRISWIL. Marilyn Monroe lächelt keck von der Wand herunter. Neben ihr schwingt ein Kauz seine Flügel und um die Ecke wartet James Bond, lässig an seinen Wagen gelehnt. Egal wohin der Blick im Haus der Amriswilerin Karin Santapaola wandert, immer wieder entdeckt man ein neues Kunstwerk. Die Motive sind vielfältig, über Tierbilder bis zu Gesichtern berühmter Personen oder gemalten Schuhen. Die Künstlerin sucht sich im Internet Vorlagen, anschliessend zeichnet sie die Motive mit Bleistift auf weisse Leinwände vor. Die eigentliche Arbeit beginnt erst, wenn die Amriswilerin den Pinsel in die Hand nimmt und mehrere hauchdünne Schichten Acrylfarbe aufträgt.

Sich ganz der Kunst verschrieben

«Solange ich Ideen habe, die ich unbedingt ausprobieren will, bleibe ich zu Hause», sagt Santapaola lachend. Seit drei Jahren hat sie sich ganz der Kunst verschrieben und ihre Arbeitsstelle aufgegeben. Seither kümmert sie sich um den Haushalt und widmet sich dem Malen. Im vergangenen Jahr hat Santapaola 40 Bilder erstellt. «Natürlich plagt mich manchmal das schlechte Gewissen, da ich kaum etwas zum Finanziellen beitrage», sagt sie nachdenklich. In der Kunst kommt man aber nur weiter, wenn man sich dahinter setzt. Ausserdem will Santapaola nicht bis zur Pensionierung warten, um ihre Ideen umzusetzen. «Ohne Unterstützung der Familie wäre das aber nicht möglich.»

Die 48-Jährige hat keine Ausbildung als Künstlerin. «An der Volkshochschule habe ich einen Aquarellkurs besucht – und danach experimentiert: Statt Aquarellfarbe auf Papier malte ich mit Acryl auf Leinwand.» Aquaakryl nennt Santapaola ihren ganz eigenen Stil. Ihr Wissen über die Farben und Techniken hat sie sich allerdings bei ihrer Arbeit in einem Malergeschäft in Zürich angeeignet. «Ich habe alles selbst gekauft und zu Hause ausprobiert», sagt die Amriswilerin. Fasziniert von der Intensität und Qualität der Farben hat sie das Malen dann endgültig gepackt.

Santapaola malt heute ausschliesslich mit Acrylfarben, einige davon stammen noch aus der Zeit, als sie im Malergeschäft gearbeitet hat. Zurzeit experimentiert die Künstlerin aber auch mit Rostfarben. «Ich probiere gerne Neues aus, denn aus Fehlern lerne ich am meisten», sagt Santapaola.

Erst Blumen und Tiere, dann Porträts

Die ersten Bilder von Santapaola waren Blumen, dann kamen Tiere und schliesslich Porträts. «Bei Gesichtern müssen jeder Millimeter und alle Schattenverhältnisse stimmen, deshalb wollte ich nicht gleich mit dem Schwierigsten anfangen», sagt die Amriswilerin. Mittlerweile malt sie aber auch Landschaften oder Bilder von Haustieren. Besonders wichtig ist es der Künstlerin, dass sich ihre Bilder in die Wohnräume der Kunden einfügen lassen.

32 Bilder von Santapaola sind bis Ende Oktober in der Amriswiler Bibliothek ausgestellt. «Ich würde mich freuen, wenn es hier in der Region mehr Präsentationsmöglichkeiten für Künstler geben würde», sagt Santapaola.

Bis dieser Wunsch allenfalls in Erfüllung geht, kümmert sie sich aber um ihr nächstes Bild: Ein Porträt von Angelina Jolie. Vielleicht wird dieses Bild ihr Lieblingsbild – bisher hat diesen Platz nämlich noch kein Kunstwerk von Santapaola errungen.

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