Amriswil hat eine Vergangenheit

Die Ortspartei der FDP lud am Mittwochabend auf einen geheimnisvollen Abendrundgang durch die Industriegeschichte von Amriswil ein.

Daniela Ebinger
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Amriswil erkunden: Die FDP lud zu einem Abendspaziergang ein. (Bild: Daniela Ebinger)

Amriswil erkunden: Die FDP lud zu einem Abendspaziergang ein. (Bild: Daniela Ebinger)

amriswil. Herrliches Herbstwetter mit lauen Temperaturen und mystische Geschichten der vergangenen Industrieepoche von Amriswil lockten rund 40 Personen an den Anlass der FDP-Ortspartei. Treffpunkt war das Stadthaus mit dem Endziel die Bundesräte an der Romanshornerstrasse. Unter dem Motto «mein Amriswil – unser Amriswil» veranstaltet die Partei eine Reihe von Anlässen mit neuen Blickwinkeln und Geheimnissen in und um Amriswil. Sie möchte damit den Einwohnerinnen und Einwohnern ihre Stadt näherbringen.

Versteckte Geschichten

Alles habe einen geschichtlichen Hintergrund, eine Vergangenheit, und hinter vielen Mauern und Häusern stecken Geschichten. «Wenn man sie kennt, werden sie lebendig», ist Eugen Fahrni überzeugt. Er ist Mitglied des Ortsmuseums und führte durch den spannenden, geschichtlichen Abend. Gerade für politisch Interessierte sei es wichtig, dass man die Vergangenheit der Heimatstadt kenne. Damit begann der Rundgang beim «gewissen Mittelpunkt der Gemeinde», wie es Fahrni nannte.

Perlen entdecken

Mit dabei waren auch einige Einwohner, die nicht in der Ortspartei aktiv sind, aber den Anlass sehr ansprechend fanden. So Willy Otten, der mit seiner Frau vor 12 Jahren nach Amriswil zog. Ihnen war der rote Faden des Erzählten zwar bekannt, aber die Details nicht. «Das war sehr interessant, und der geschichtliche Hintergrund der wohl ältesten Mauern, des heutigen Kirchgemeindehauses von Amriswil, faszinierte mich sehr.» Auch das alkoholfreie Volkshaus gegenüber dem Coop-Warenhaus fand das Ehepaar sehr spannend.

Mitglied der Ortspartei ist Uschi Tobler. Sie lebt bereits seit 20 Jahren in der Stadt. «Es war sehr aufschlussreich, mehr über den geschichtlichen Hintergrund der Stadt zu erfahren.» Es freute sie, dass nicht nur von der Ortspartei Personen anwesend waren. Gabriela Kradolfer kam der Rundgang wie das Entdecken von versteckten, geheimnisvollen Perlen vor.

«Die Verschiebung des Türmlihauses von der Villa Ammann fand ich sehr beeindruckend», betonte die junge Amriswilerin.

In die Gegenwart reisen

Eine Reise von der Vergangenheit in die Gegenwart: So beschrieb der Vizepräsident der FDP-Ortspartei Stephan Muntwyler den Abendrundgang. Er habe viele interessante Hintergrundinfos erfahren.

«Das Haus mit den Bundesräten an der Romanshornerstrasse passte präzise zum heutigen Bundesratswahltag.» Das Haus steht unter Denkmalschutz und zeigt unter anderem die sieben Bundesräte aus der Zeit des 1. Weltkriegs. «Wer weiss, vielleicht ist das Geländer des Balkons in einigen Jahren voll mit Porträts von Bundesrätinnen», meint Muntwyler mit einem Schmunzeln.