AMRISWIL: Gefahr für Kindergärtler

Weil Kindern beim Fussgängerstreifen an der St. Gallerstrasse immer wieder der Vortritt verwehrt wird, lancierte Michele Sorice eine Petition. Fast 200 Leute haben bereits für eine Schutzinsel unterschrieben.

Manuel Nagel
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Petitionär Michele Sorice steht mit seiner Tochter Ilary am Fussgängerstreifen. Immer wieder halten Autos nicht an und rasen an den wartenden Kindern vorbei. (Bild: Manuel Nagel)

Petitionär Michele Sorice steht mit seiner Tochter Ilary am Fussgängerstreifen. Immer wieder halten Autos nicht an und rasen an den wartenden Kindern vorbei. (Bild: Manuel Nagel)

AMRISWIL. Die sechsjährige Ilary freute sich nach den Herbstferien wieder auf ihre Kindergarten-Gspänli. Nicht so toll findet sie allerdings, dass sie dazu jeden Morgen die viel befahrene St. Gallerstrasse überqueren muss.

Zwar gibt es bei der Bushaltestelle einen Fussgängerstreifen, der zum Kindergarten Obstgarten hinüberführt, doch immer wieder beobachtet Ilarys Vater Michele Sorice, dass die Autos nicht anhalten, wenn Kinder am Zebrastreifen warten. Besonders gefährlich sei jedoch, wenn ein Auto anhalte, um die Kinder hinüber zu lassen, von hinten aber ein Wagen zum Überholen ansetzt.

«Ich wollte nicht abwarten, bis etwas passiert, sondern präventiv handeln», sagt Sorice. Zusammen mit anderen betroffenen Eltern im Quartier entstand die Idee, mittels Petition eine Schutzinsel zu fordern. Michele Sorice nahm bereits Kontakt mit der städtischen Bauverwaltung auf, wo man für das Anliegen der Petitionäre Verständnis zeigt. Nun liegt der Ball aktuell bei Sorice und seinen Mitstreitern, möglichst viele Unterschriften zu sammeln, um so der Forderung auch ein Gewicht zu geben. Bis gestern sind 189 Unterschriften zusammengekommen.

«Es wäre schön, wenn wir auf 300 kämen», sagt Sorice. «Das Ausfüllen auf unserer Webseite dauert keine zwei Minuten.» Mit möglichst vielen Unterstützern im Rücken will er dann bei der Stadt vorstellig werden, damit in einer ersten Phase zumindest ein Provisorium zu stehen kommt, um Erfahrungen zu sammeln. Sorice weiss, dass eine feste Schutzinsel nicht ganz billig ist.

In einem Jahr geht Ilary in die 1. Klasse und wird die Strasse nicht mehr überqueren müssen. Doch es geht Michele Sorice nicht nur um seine Tochter oder um künftige Kindergärtler. Auch Schüler, die auf der anderen Seite der Strasse wohnen, benutzen auf dem Weg zum Schulhaus Oberfeld tagtäglich denselben gefährlichen Zebrastreifen.