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AMRISWIL: Erneut tiefschwarz statt rot

Die Stadt schreibt für 2017 einen Überschuss von über 960000 Franken. Höhere Steuereingänge lassen die Rechnung um fast 1,8 Millionen Franken besser ausfallen als prognostiziert.
Rita Kohn
Finanzchef Thomas Grimm, Stadtpräsident Martin Salvisberg und Stadtschreiber Roland Huser erklären die Rechnung. (Bild: Rita Kohn)

Finanzchef Thomas Grimm, Stadtpräsident Martin Salvisberg und Stadtschreiber Roland Huser erklären die Rechnung. (Bild: Rita Kohn)

Rita Kohn

ritakohn@thurgauerzeitung.ch

Die sorgenvollen Gesichter und das Stirnrunzeln sind einem zufriedenen Lächeln gewichen: Statt eines satten Rückschlags weist die Jahresrechnung der Stadt Amriswil einen Gewinn von fast einer Million Franken aus. Wie jedes Jahr hat sich die düstere Prognose des Stadtrats nicht bewahrheitet. Anders als in den vergangenen Jahren sind es aber keine einmaligen Ereignisse, die zum Überschuss geführt haben. «Die Gesamtheit der Steuereingänge ist angestiegen», verkündet Stadtpräsident Martin Salvisberg an der Parteien- und Medieninformation.

Tatsächlich liegen die Steuereinnahmen bei den natürlichen Personen knapp 907000 Franken über dem Budget und damit 237000 Franken über dem Vorjahr, dass jedoch durch eine einmalige Steuerzahlung einer Einzelperson von mehreren Hunderttausend Franken begünstigt war. Auch die Steuereingänge von juristischen Personen liegen über dem Budget, aber knapp unter dem Vorjahresergebnis.

Höhere Steuerkraft, weniger Finanzausgleich

Für die Stadt von Bedeutung ist die Zunahme der Steuerkraft pro Einwohner. Sie liegt neu bei 1702 Franken (Vorjahr 1678 Franken), allerdings noch immer deutlich unter dem kantonalen Schnitt von 1995 Franken. Durch die positive Veränderung der Steuerkraft sinkt der kantonale Finanzausgleich. Der lag 2017 um fast eine halbe Million Franken unter demjenigen des Vorjahres und 293000 Franken unter dem Budget. Stadtpräsident Martin Salvisberg begrüsst diese Entwicklung: «Die Stadt ist auf gutem Weg. Wir sind nicht darauf erpicht, möglichst lange vom Finanzausgleich zu profitieren.» Da die Steuerkraft in Amriswil mehr zugelegt hat, als im kantonalen Schnitt, wird der Finanzausgleich weiter sinken.

Im Hinblick auf die hohen Investitionen, die auf die Stadt zukommen, will der Stadtrat den Gewinn dem Eigenkapital zuschlagen. Es sei in den nächsten Jahren mit deutlichen Verlusten zu rechnen, die das auf mittlerweile 6,9 Millionen Franken angewachsene Eigenkapital wieder schrumpfen lassen werden. Spätestens dann wird auch eine Steuerfusserhöhung wieder zur Sprache kommen. Für das kommende Jahr werde man wohl darauf verzichten, kündigt Martin Salvisberg an.

Positive Rechnungsabschlüsse melden auch das Alters- und Pflegezentrum (APZ) aufgrund einer soliden Auslastung sowie die Alterswohnungen. Beim APZ gab es einen Ertragsüberschuss von rund 492000 Franken (budgetiert 155500 Franken), bei den Alterswohnungen einen Ertragsüberschuss von rund 153600 Franken (budgetiert 269500 Franken).

Hinweis

Über die Rechnung der Stadt Amriswil wird am 10. Juni an der Urne abgestimmt.

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