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AMRISWIL: Elektromobilität interessiert

Am Samstag konnten Passanten verschiedene Elektromobile probefahren und sich informieren.

Andy Bär steigt soeben aus dem Elektromobil aus, das fast lautlos auf den Marktplatz zurückgerollt ist. «Seit zwei Monaten haben wir nun eine Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach», erzählt der Landwirt. 70 Prozent des Stromes, den die 30-Kilowatt-Anlage produziert, würde er selber für seinen Betrieb brauchen. «Bis jetzt sind wir gut gefahren», sagt er und zieht eine positive Bilanz – dem sonnigen Sommer sei Dank.

Doch am Tag werde auf dem Bauernhof eher wenig Strom benötigt, und für das Einspeisen ins Netz gibt es nicht so viel Geld. Deshalb sei er hier, so Bär. Er wollte sich über den neusten Stand der Elektromobile erkundigen. Aber vielleicht wäre es besser, noch etwas zuzuwarten.

Das Elektroauto wird als grosser Akku genutzt

Natürlich könne man immer zuwarten, meint Urs Schwegler von der Fachgesellschaft e’mobile. Auch bei den Mobiltelefonen, bei den Kameras, bei den Computern. Bei all diesen Geräten gebe es in zwei Jahren wieder Verbesserungen. «Aber man kommt nicht vorwärts, wenn man immer wieder zuwartet, den Kauf stets hinausschiebt», sagt Schwegler.

Aber Andy Bär wäre ein typischer Elektromobilfahrer, sagt Schwegler. Viele Besitzer einer PV-Anlage würden sich ein Elektromobil anschaffen, um so den Strom nutzen zu können, wenn er im Haushalt nicht gebraucht wird. In Japan sei man bereits einen Schritt weiter, sagt Schwegler. Bidirektionales Laden sei dort schon möglich, also das Be- und Entladen eines Elektroautos. Faktisch wird das Auto so als grosser Akku genutzt. Man könnte dann auch die Kaffeemaschine zum Campingausflug mitnehmen. Hier sei das noch nicht erlaubt.

Doch das Interesse an Elektroautos werde immer grösser, sagt Garagist Nik Hofer. «In den ersten Jahren kamen vor allem Freaks, die mehr über Elektroautos wussten als ich. Nun ist das Publikum an solchen Infoveranstaltungen viel breiter.» Und bisher hatte er eigentlich nur zufriedene Kunden, erzählt er über die Käufer eines Elektromobils.

Zufrieden ist auch Schwegler. Der Anlass sei nicht nur da, um über E-Mobilität zu informieren, sondern auch um Garagisten und die Strombranche miteinander zu vernetzen. Hilfreich sei, dass auch die Regio Energie Amriswil (REA) mit an Bord sei, die hier eine hohe Glaubwürdigkeit habe.

Manuel Nagel

manuel.nagel@thurgauerzeitung.ch

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