AMRISWIL: Die Schulbürger haben die Wahl

Sozialdemokraten und die Freie Gruppe portieren je einen Kandidaten für die Wahl der Schulbehörde. Die Oberaacherin Cornelia Kuster-Rohner und der Hefenhofer Remo Müller bewerben sich um einen Sitz.

Manuel Nagel
Drucken
Teilen
Remo Müller kandidiert für die Sozialdemokraten. (Bilder: Manuel Nagel)

Remo Müller kandidiert für die Sozialdemokraten. (Bilder: Manuel Nagel)

Manuel Nagel

manuel.nagel

@thurgauerzeitung.ch

«Es spricht für die Schule und deren Behörde, dass sich mehr Personen zur Verfügung stellen, als es Sitze hat», sagt Ruth Baratto, abtretendes Mitglied dieses neunköpfigen Gremiums.

Sie war es auch, die ihre mögliche Nachfolgerin angeworben hatte. Wie Baratto ist auch Cornelia Kuster-Rohner bei den Missionsfrauen aktiv, in Oberaach wohnhaft und ebenfalls Mitglied der Freien Gruppe. Letzteres jedoch erst seit Herbst.

«Als feststand, dass ich für das Amt kandidiere, wurde ich auch Mitglied der Freien Gruppe, weil sich deren politische Haltung mit meiner deckt», sagt Kuster. Zudem schätze sie die Unterstützung der Gruppierung, gerade auch im Wahlkampf.

Auch Remo Müller ist noch nicht so lange ein Genosse. Er trat im Mai der SP Amriswil bei, weil er mit der Unternehmenssteuerreform (USR) III nicht einverstanden war. Das rief den Präsidenten der Ortspartei, Peter Bachmann, auf den Plan, da nach Markus Mendelins Rücktritt im Sommer 2017 keiner der SP mehr in der Behörde vertreten wäre.

«Als relativ neues Mitglied haben wir deshalb von Remo Müller auch Referenzen eingeholt», verrät Bachmann. Müller sei als innovativ und loyal beschrieben worden. Sonst liessen sich nicht immer ideale Kandidaten für dieses Amt finden, weiss auch Parteipräsident Bachmann. «Als langjähriger Seklehrer und aktueller Lehrerberater im IT-­Bereich bringt Remo aber viel Erfahrung mit. Müller erfülle deshalb den SP-Slogan: «Fachkompetenz in die Schulbehörde».

Beide Kandidaten stehen hinter dem Lehrplan 21

Als ehemalige Lehrlingsinstruktorin der Floristen bringt auch Cornelia Kuster Erfahrungen im pädagogischen Bereich mit. Aufgrund ihres erlernten Berufes ist der Oberaacherin wichtig, dass der handwerklich-musische Unterricht auch künftig einen hohen Stellenwert geniesst. Zudem soll auch der konstruktive Austausch zwischen allen Beteiligten in und rund um die Schule weiter- gepflegt werden.

Für Remo Müller ist Integration ein wichtiges Anliegen, auch wenn es ein herausforderndes Thema sei, wie er selber im Reckholdern-Schulhaus in Romanshorn erfahren durfte. Zudem arbeitete Müller während eineinhalb Jahren als Betreuer im jugendpsychiatrischen Zentrum Sonnenhof in Ganterschwil.

Sowohl Cornelia Kuster wie auch Remo Müller stehen hinter dem Lehrplan 21. «Wichtig ist, dass er sorgfältig und mit Bedacht eingeführt wird», betont Kuster. Und Müller begrüsst, dass mit dem Lehrplan 21 sein Fachgebiet «Medien und Informatik» stark an Bedeutung gewinne. Der IT-Experte möchte eine fortschrittliche und moderne Schule. Die VSG sei diesbezüglich schon gut aufgestellt, findet Müller und bringt die Tagesschule oder die geplanten Investitionen und Bautätigkeiten ins Spiel.

Für Kuster spielen Sprachen eine grosse Rolle – auch privat. Auf Reisen in die USA, nach Australien, Südamerika und Afrika lernte sie Englisch und Spanisch.

Cornelia Kuster-Rohner steigt für die Freie Gruppe in den Wahlkampf.

Cornelia Kuster-Rohner steigt für die Freie Gruppe in den Wahlkampf.