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AMRISWIL: Die Freie Gruppe löst sich auf

Seit 32 Jahren prägt sie die Ortspolitik und stellt seit 1987 mit nur vier Jahren Unterbruch einen Stadtrat.Nun beschloss die Freie Gruppe, sich künftig der Grünen Partei anzuschliessen. Leicht fiel ihr der Entscheid nicht.
Manuel Nagel
Gründungsmitglied Felix Engeler, Präsidentin Sandra Reinhart, Gründungsmitglied Barbara Bieger und Gründungsmitglied Verena Hefti tauschen sich beim traditionellen Neujahrszmorge der Freien Gruppe aus. (Bild: Manuel Nagel)

Gründungsmitglied Felix Engeler, Präsidentin Sandra Reinhart, Gründungsmitglied Barbara Bieger und Gründungsmitglied Verena Hefti tauschen sich beim traditionellen Neujahrszmorge der Freien Gruppe aus. (Bild: Manuel Nagel)

Manuel Nagel

manuel.nagel@thurgauerzeitung.ch

Der selbst gebackene Zopf roch verführerisch und die selbst gekochte Zwetschgenconfi dazu stellte sich als ebenso lecker heraus. Dazu Fleisch und Käse – und über ein Dutzend Mitglieder und Sympathisanten der Freien Gruppe, die sich im alten Pfarrhaus zu Kaffee und Tee austauschten. Eigentlich war es wie immer, an deren «Neujohrszmorge», den es schon seit 28 Jahren gibt. Doch die Ausgabe 2018 sollte die letzte «als Freie Gruppe» sein, wie Präsidentin Sandra Reinhart bekannt gab.

Beim Rückblick auf 2017 erzählte Reinhart, dass «im vergangenen Jahr ein Thema uns gleich über vier Sitzungen beschäftigt hat. Fahren wir weiter als Freie Gruppe, oder ist jetzt der richtige Zeitpunkt da, um eine Ortsgruppe der Grünen Partei zu werden.» Nach der ersten Sitzung habe sie gedacht «Oh nein, das wird glaub nichts. Da ist ein grosser Widerstand.» Und trotzdem hätten sich die Mitglieder der Freien Gruppe intensiv damit auseinandergesetzt und Vor- und Nachteile abgewogen. Schliesslich habe man sich dazu entschieden, die Zukunft als grüne Ortspartei anzugehen.

Weder leichter noch leichtfertiger Entscheid

«Es ist ein grosser Schritt für diejenigen, die schon lange dabei sind, welche die Freie Gruppe auch gegründet haben», sagt Sandra Reinhart und lässt durchblicken, dass der Entscheid weder leicht noch leichtfertig fiel. «Und dennoch bin ich fest davon überzeugt, dass der Zeitpunkt jetzt reif ist, um uns über die Grenzen von Amriswil aufzumachen, zu vernetzen und auch Fragen, die ausserhalb Amriswils aktuell sind, hier lokal zu behandeln», sagt die Präsidentin.

Doch was wird sich überhaupt verändern? «Garantiert nicht wahnsinnig viel von unserer Tätigkeit her», sagt Reinhart. «Aber wir profitieren vom Netzwerk der Grünen und von der Unterstützung im administrativen Bereich.»

«Der Entscheid ist richtig», findet auch Verena Hefti. Und doch gesteht sie, dass es für sie ein Vernunfts- und kein Herzensentscheid gewesen sei. «Es ist wie mein Kind», sagt das Gründungsmitglied der Freien Gruppe, doch Kinder werden irgendwann selbstständig.

Als Gründungstermin der grünen Ortspartei in Amriswil wurde der 22. März festgelegt. Anschliessend wird es am 21. April ein Schlussfest der Freien Gruppe geben. Hingegen ist die Zukunft des «Neujohrszmorge» noch nicht endgültig geklärt. «Es ist ein so wichtiger Punkt in unserem Jahr, dass ich mir gut vorstellen kann, dass wir das auch als grüne Ortspartei so weiterführen werden», sagt Sandra Reinhart.

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