AMRISWIL: Die Bagger kehren zurück

Die Sanierung der Ost-West-Hauptverkehrsachse tritt in eine nächste Phase. Es kündigen sich zwei neue Baustellen an. Sie werden die Verkehrsführung in der Stadt für längere Zeit bestimmen.

Georg Stelzner
Drucken
Teilen
Christian Zwick, verantwortlicher Bauleiter, und Bauverwalter Manfred Wagner bei einer Besprechung auf der Weinfelderstrasse. (Bild: Reto Martin (Reto Martin))

Christian Zwick, verantwortlicher Bauleiter, und Bauverwalter Manfred Wagner bei einer Besprechung auf der Weinfelderstrasse. (Bild: Reto Martin (Reto Martin))

Die Verschnaufpause war von kurzer Dauer. Ab nächsten Montag werden sich die Verkehrsteilnehmer wieder damit abfinden müssen, dass die Durchfahrt auf der Amriswiler Ost-West-Achse nur unter erschwerten Bedingungen möglich ist. Gebaut wird in den kommenden Monaten an zwei Orten beziehungsweise Passagen: Zum einen muss der Mühlebach-Kreisel saniert werden, zum andern erhält auch die Weinfelderstrasse auf dem rund 200 Meter langen Abschnitt von der Einmündung St.Gallerstrasse bis zur Einmündung Alleestrasse einen neuen Belag.

Begonnen wird mit der Sanierung des 25 Jahre alten Mühlebach-Kreisels. «Der Belag ist durch die immer grösseren Lastwagen und das wachsende Verkehrsaufkommen in Mitleidenschaft gezogen worden», erklärt Amriswils Bauverwalter Manfred Wagner. Die Asphaltdecke werde durch einen langlebigen Betonbelag ersetzt. Damit ist es aber nicht getan, wie Bauleiter Christian Zwick präzisiert: «Erneuert werden müssen auch die Randabschlüsse und Inseln sowie die Bushaltestelle Richtung Stadtzentrum.» Zum Bauprogramm gehörten auch Anpassungen der öffentlichen Beleuchtung sowie der Strassenentwässerung. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis zu den Sommerferien dauern.

Unterschiedliche Lösung des Verkehrsproblems
Eine Woche später, am 27. März, sollen die Arbeiten auf der Weinfelderstrasse beginnen. Auch hier ist der sehr schlechte Zustand des Belags der Grund. Der Verkehr in Richtung Zentrum wird ab dem Kreisel Köpplishaus über die Hagenwiler- und die St. Gallerstrasse umgeleitet. In Richtung Weinfelden ist eine Einbahnregelung vorgesehen. Es wird hier mit einer Baudauer von vier bis fünf Monaten gerechnet.

Ganz anders gelöst wird die Verkehrsführung beim Mühlebach-Kreisel. Laut Zwick wird der Verkehr hier in beiden Richtungen, also doppelspurig, um den Kreisel herumgeleitet werden – einmal südlich und einmal nördlich. Der Baum in der Mitte des Kreisels müsse weichen, er werde jedoch ersetzt. Die Lösung mit einer Lichtsignalanlage ist nach den Worten Zwicks aufgrund des zu erwartenden grossen Rückstaus verworfen worden. Nicht möglich sein wird während der Kreiselsanierung eine Weiterfahrt Richtung Schocherswil. Uneingeschränkt erhalten bleibt jedoch der Busbetrieb von Amriswil nach Bischofszell. An eine veränderte Situation gewöhnen müssen sich auch die Fussgänger: Sie erhalten in diesem Bereich ein eigenes, gesichertes Trassee.

Im Zusammenhang mit den beiden Baustellen bekommt Amriswil einmal mehr provisorische Kreisel: einen bei der Einmündung der Kreuzlingerstrasse in die Weinfelderstrasse, den anderen beim Zusammentreffen der St. Gallerstrasse mit der Hagenwilerstrasse. «Mit diesen temporären Massnahmen soll der
Verkehrsfluss trotz der Baustellen gewährleistet und dem Sicherheitsbedürfnis Rechnung getragen werden», erklärt Zwick.

Das kantonale Tiefbauamt rechnete für die beiden Projekte  ursprünglich mit einer Bauzeit von etwas mehr als 20 Wochen. Auf Ersuchen der Stadt Amriswil soll diese jetzt verkürzt werden und nur noch rund 15 Wochen betragen. Möglich wird dies dadurch, dass die Arbeiten zum Teil im Zwei-Schichten-Betrieb ausgeführt werden. «Das Problem liegt nicht bei der Erneuerung des Strassenbelags», erklärt Manfred  Wagner. «Relativ viel Zeit nehmen die ebenfalls geplanten Arbeiten an den Werkleitungen für Wasser, Gas und Strom in Anspruch.» Es müssten provisorische Anschlüsse erstellt werden.

Kanton und Stadt kommen für die Kosten auf
Obwohl die beiden Bauvorhaben Kantonsstrassen betreffen, kommt Amriswil nicht um eine Beteiligung an den Baukosten umhin. Den Anteil der Stadt beziffert der Bauverwalter mit rund einem Drittel. Im Falle der Sanierung des Mühlebach-Kreisel sind das 412500 Franken, und für die Sanierung der Weinfelderstrasse in besagtem Abschnitt muss man nochmals einen Betrag von rund 300000 Franken beisteuern.