AMRISWIL: Der Schmuck für die Kühe kommt aus Amriswil

Während rund eineinhalb Tagen hat das Gingko-Team Blumen für den grossen Olma-Umzug gebunden. Gewählt hat Chefin Monika Laib die Thurgauer Farben Grün, Gelb und Weiss.

Merken
Drucken
Teilen
Luca Lieberherr, Monika Laib und Claudia Aebli binden die Bauchgurte. (Bild: Reto Martin)

Luca Lieberherr, Monika Laib und Claudia Aebli binden die Bauchgurte. (Bild: Reto Martin)

«So viele Blumen haben wir normalerweise nicht gleichzeitig da.» Monika Laib schmunzelt. Die Chefin von Ginkgo Amriswil ist stolz, dass sie und ihr Team den Blumenschmuck für die Thurgauer Kühe binden dürfen, die heute am Olma-Umzug mitlaufen. Fast 100 Kilo Eiben, 600 cremefarbige Nelken, 600 gelbe Gerbera, 150 hellgelbe Statice und 350 weisse Chrysanthemen werden zu Girlanden und Kopfputz gebunden.

«Wir haben im Sommer den Zuschlag bekommen, dass wir den Auftrag machen können», sagt Monika Laib, die ihr ganzes Team in die Aufgabe einbindet. Eineinhalb Tage arbeiteten die Chefin und ihre Angestellten am Blumenschmuck für die Olma-Kühe. Heute durften die Floristinnen und Floristen dann selber Hand anlegen und die Kühe schmücken. «Es ist für mich ganz wichtig, dass wir das selber machen und auch, dass das ganze Team dabei sein kann», sagt Monika Laib. «Schliesslich findet so etwas wohl nur einmal im Leben statt.»

Damit die Girlanden letztlich auch passen, hat Monika Laib im Vorfeld an den Kühen des Nachbars geübt. «Ich ging davon aus, dass die Girlanden sicher gut drei Meter lang sein müssen», erklärt sie. Das Messen ergab dann aber, dass es nur rund zwei Meter sind. Selbst der Bauer hätte auf mehr getippt.

Die Nachbarskuh, die schliesslich den Blumenschmuck-Prototyp tragen sollte, habe das Ganze sehr brav und stoisch über sich ergehen lassen. «Mein Nachbar hat dafür eine ­extra-liebe Kuh ausgewählt», sagt Monika Laib mit einem Schmunzeln. Sie hofft, dass die Thurgauer Olma-Kühe ebenso brav sein werden.

Den Blumenschmuck für das Kopfgebinde hat die angehende Floristin im zweiten Lehrjahr entworfen. Das Ergebnis hat das auftraggebende Landwirtschaftsamt so sehr überzeugt, dass sie anstelle der vorgesehenen drei Kopfputze gar neun davon bestellt ­haben. So laufen heute also 39 mit den Thurgauer Farben geschmückte Kühe am Umzug mit, 30 mit Girlanden, neun mit dem Kopfputz. Monika Laib ist froh, dass das Wetter mitgespielt hat. «Wir wussten lange nicht, ob die Blumen, die wir brauchen, überhaupt noch erhältlich sind.» Nun freut sie sich über das gelungene Ergebnis.