AMRISWIL: Der Sand ist da

Der provisorische Reitplatz auf dem Tellenfeld ist aufgebaut. Geholfen hat nicht nur der Zivilschutz, es standen auch Asylbewerber im Einsatz.

Rita Kohn
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Zivilschützer helfen beim Aufbau. Die Matten liegen auf einem Kiesbett und Flies und werden mit einer Sandschicht überdeckt. (Bild: Rita Kohn)

Zivilschützer helfen beim Aufbau. Die Matten liegen auf einem Kiesbett und Flies und werden mit einer Sandschicht überdeckt. (Bild: Rita Kohn)

Rita Kohn

rita.kohn@thurgauerzeitung.ch

«Ja, wir haben nun mehr Arbeit mit dem Aufbau.» Stefan Kuhn, Präsident des Osterspringens, blickt über den grossen Sandplatz, der in den letzten Tagen auf dem Tellenfeld entstanden ist. Es ist das erste Mal, dass der Traditionsanlass nicht mehr auf der Wiese, sondern auch einem ­mobilen Sandplatz ausgetragen wird. Ein Gewinn für den Sport, wie Stefan Kuhn betont. Das hat schon die Flut der Anmeldungen gezeigt: Zum Nennschluss waren mehr Anmeldungen eingetroffen als je zuvor in der Geschichte des Osterspringens.

Dass der Aufwand zum Aufbau des Platzes nun etwas grösser werde, sei der Preis, den man für die sportliche Aufwertung zahlen müsse. Früher als sonst standen auf dem Tellefeld die Leute bereit, um die Zeltinfrastruktur aufzubauen und den grossen Kiesplatz zum Sandplatz umzubauen. Dieses Mal waren es nebst Leuten vom Zivilschutz für einen Tag auch Asylbewerber aus Kreuzlingen. «Es war eine Freude, mit den Leuten zusammenzuarbeiten», sagt Stefan Kuhn. Sie hätten sich sehr eingesetzt und ausgezeichnete Arbeit geleistet.

Das Osterspringen bleibt, was es bisher war

Bedenken, dass mit der Umstellung vom Rasen auf den Sandplatz das spezielle Ambiente des Osterspringens verloren gehen könnte, hat Stefan Kuhn nicht. Er ist sich sicher, dass die Gesamtheit des Anlasses das Osterspringen ausmacht und nicht primär der Springplatz selber. Schliesslich finde das Osterspringen weiterhin als einer der ersten Open­-Air-Anlässe statt, womit man weiterhin von der Eröffnung der grünen Saison sprechen könne. Zudem erfülle der neue Platz nun Anforderungen, die vor allem Profis an einen Springplatz stellen würden. Letztlich sei das neue Feld auch ein Gewinn für die ­Zuschauer: «Es ist etwas kleiner, damit rückt das Springen automatisch näher.»

Der grosse Andrang zum diesjährigen Osterspringen hat dazu geführt, dass das OK einige Prüfungen vorverlegen musste, um alle Nennungen berücksichtigen zu können. Auf der Website und auf Facebook sind die Verschiebungen abrufbar.

Die neue Infrastruktur soll weitere Besucher anziehen

Da sich das Osterspringen unter anderem durch den Umsatz im Festzelt finanziert, hoffen die Verantwortlichen, dass die Umgestaltung beim Platz auch wieder vermehrt Besucher anlocken wird. «Wir wollen beim Gratis-Eintritt bleiben und damit auch für Zufallsgäste attraktiv sein», sagt OK-Präsiden Stefan Kuhn. Da sei man auf gutem Wege.