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AMRISWIL: Den Klängen einen Schritt näher

Thomas Haubrich träumt von einer Chororgel, mit der die Musik in der katholischen Kirche St. Stefan eine neue Dimension erreichen wird. Nun ist ein Instrument gefunden.
Rita Kohn
Organist Thomas Haubrich (Mitte) liebäugelt mit der neuen Orgel für die katholische Kirche Amriswil. (Bild: Rita Kohn)

Organist Thomas Haubrich (Mitte) liebäugelt mit der neuen Orgel für die katholische Kirche Amriswil. (Bild: Rita Kohn)

Rita Kohn

rita.kohn@thurgauerzeitung.ch

Sein Herz schlägt für aussergewöhnliche Orgeln. Der Amriswiler Organist der katholischen Kirche, Thomas Haubrich, sitzt immer wieder an grossartigen Instrumenten in verschiedensten Kirchen – zuletzt in Ulm. Auch die heimische Orgel begeistert den Musiker nach wie vor. Nur, dass ihm da ein wichtiger Aspekt fehlt. «Eine Chororgel würde ganz neue Aspekte zulassen», schwärmte Haubrich schon vor Jahren. Weil seine Einschätzung auf offene Ohren gestossen ist, ist aus dem Wunsch ein Projekt geworden.

Illusionen hat sich Thomas Haubrich keine gemacht. Eine Chororgel ist eine kostpielige Sache. Die Spendensammlung dafür bringt zwar kontinuierlich was ein, doch ist erst ein Bruchteil davon zusammen, was ein Instrument kosten würde. Ein Zeithorizont von mehreren Jahren zeichnete sich ab, bis die Klänge der zweiten Orgel zu hören sein würden.

Eine wunderbare Fügung

In den letzten Tagen haben Thomas Haubrich und Mesmer Giuseppe Palmisano aus vielen Teilstücken in der Kirche das Gehäuse einer zweiten Orgel zusammen gebaut. Eine wunderbare Fügung sei es gewesen, dass Organisten-Kollege Matthias Blumer aus Romanshorn jemanden kannte, der eine Hausorgel zu verkaufen hatte. 5000 Franken hat diese gekostet. Einzige Bedingung: Sie muss an ihrem Standort abgebaut und selber wieder zusammengebaut werden.

Nicht nur Thomas Haubrich, auch der Saarländische Orgelbauer Thomas Gaida haben das Instrument zuerst gespielt, bevor sie ihr Interesse anmeldeten. «Sie ist wirklich ein Schnäppchen», versichert Thomas Haubrich noch Tage später. Er weiss, dass noch viel Arbeit auf ihn und auf einige Fachkräfte wartet, bis die Orgel zum ersten Mal in der katholischen Kirche zu hören sein wird. «Ich rechne, dass ich sie im Frühling 2018 zum ersten Mal öffentlich einsetzen kann», dämpft der Organist zu hohe Erwartungen. Dann aber wird die Musik in der Kirche eine neue Dimension erreichen. Unter anderem durch die neuartige Tastatur, die es auch Klavierspielern erlauben wird, die Orgel zu spielen. Thomas Gaida hat diese speziell für Amriswil bestellt. Bis die Orgel dann in ihrer vollen Bandbreite zum Einsatz kommen wird, dauert es nochmals einige Monate. Schon jetzt ist Thomas Haubrich ob der neuen Möglichkeiten jedoch begeistert. «Das Instrument erfüllt alle Anforderungen an die gewünschte Chororgel.»

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