Amriswil baut

Untere Bahnhofstrasse, Sporthalle und Migros: Die Bauphase in Amriswil nimmt kein Ende. Dieses Jahr wurde ein Grossbauprojekt abgeschlossen, ein weiteres ist schon weit gediehen.

Rita Kohn
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AMRISWIL. In Amriswil wird im grösseren Ausmass gebaut – seit Jahren. Zu den Bauherren gehören aber nicht nur private Investoren, auch die Stadt und der Kanton mischen da mit. Mit der Bahnunterführung konnte im Oktober eines der grossen Bauwerke der vergangenen Monate eingeweiht werden.

Noch im Bau, aber schon weit gediehen, ist das neue Feuerwehrzentrum an der Kreuzlingerstrasse. Es soll im Sommer des kommenden Jahres bezogen werden. Für das bisher genutzte Feuerwehrdepot gibt es bereits Umbaupläne: Es sollen Büros entstehen, die es ermöglichen würden, dass die Sozialen Dienste ins Stadthaus zurückkehren können. Sie waren aus Platzproblemen an die Kirchstrasse ausgesiedelt worden. An der Gemeindeversammlung kündigte Stadtpräsident Martin Salvisberg an, dass der Umzug für 2018 ins Auge gefasst wird.

Neues Quartier im Bau

Erst vor ein paar Wochen haben private Investoren mit dem Bau des Quellenhofs begonnen. Es ist laut Stadtpräsident Martin Salvisberg von der Anzahl der geplanten Wohnungen her die grösste Überbauung, die in Amriswil jemals bewilligt worden ist. Rund 74 Wohnungen und einige Geschäftsräumlichkeiten an der Weinfelderstrasse bilden zusammen ein neues Quartier. Gebaut wird in Etappen, die erste Etappe hat bereits sichtbar Gestalt angenommen.

Interessierte Neuzuzüger oder umzugswillige Amriswilerinnen und Amriswiler können derzeit aus einer Fülle von Neubauwohnungen auswählen. Ebenfalls nah an der Weinfelderstrasse, aber etwas weiter westlich als der Quellenhof, sind einige Mehrfamilienhäuser entstanden, die bereits bezugsbereit sind oder demnächst bezugsbereit werden. Weitere Liegenschaften auf Stadtgebiet haben in den vergangenen Monaten für ein deutliches Plus an Wohnraum gesorgt.

Grossbaustelle im Zentrum

Während der Wohnungsbau vorwiegend eine Belastung für die Anwohner darstellt, wird eine der grossen Baustellen, die in absehbarer Zeit in Amriswil entstehen werden, für Beeinträchtigung aller sorgen, die ins Zentrum müssen. Die Migros plant, ihren Supermarkt im Zentrum abzureissen und an dieser Stelle eine grössere Liegenschaft zu bauen, die von einer zweigeschossigen Tiefgarage getragen wird. Eine Tiefgarage, welche die Stadt teilweise mitfinanziert und die den im Zentrum dringend benötigen Parkraum schaffen soll. Ein weiterer Migros-Supermarkt mit angegliederter Chickeria wird im Schrofen entstehen. Dort sind die Rückbauarbeiten an der alten Fabrikliegenschaft auf dem Areal weitgehend abgeschlossen.

Beeinträchtigungen werden auch zwei weitere Projekte mit sich bringen, die bereits die Abstimmungshürden passiert haben und damit in greifbare Nähe gerückt sind: Der Bau des Pentorama-Kreisels und die Sanierung und Umgestaltung der unteren Bahnhofstrasse.

Noch nicht ganz so weit ist der geplante Neubau einer Sporthalle auf dem Tellenfeld. Zwar konnte anhand eines Architekturwettbewerbs im Herbst ein Projekt vorgestellt werden, doch werden da noch der letzte Feinschliff und die Kostenberechnungen angestellt. Abgestimmt wird voraussichtlich im Juni.

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