AMRISWIL: Aus der Stadt soll eine «Fair Trade Town» werden

Der Weltverein will erreichen, dass die Gemeinde diese internationale Auszeichnung bekommt.

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Der Weltverein Amriswil tritt hauptsächlich als Träger des Biowelt-Geschäfts an der Bahnhofstrasse 35 in Erscheinung. Dass dieser Verein noch andere Ziele hat, machte Präsident Moritz Michel an der fünfundzwanzigsten Jahresversammlung klar: Der internationale Handel basiere häufig auf Ausbeutung von Menschen und Natur, doch gebe es zum Glück immer mehr Personen und Organisationen, wie Max Havelaar, die sich für umweltschonende Produktion und gerechten Handel engagieren.

Der Weltverein möchte hier einhaken und hat sich zum Jubiläum ein ambitioniertes Ziel gesteckt: Amriswil soll eine «Fair Trade Town» werden. Die internationale Auszeichnung wird an Gemeinden vergeben, die auf fairen Handel Wert legen. Konkret müssen verschiedene Geschäfte und Gastrobetriebe faire Produkte anbieten, eine gewisse Anzahl von Institutionen und Unternehmen müssen Fair-Trade Produkte verwenden oder herstellen, eine feste Arbeitsgruppe muss jährlich Veranstaltungen durchführen und schliesslich muss sich die Stadt zum fairen Handel bekennen. Eine Spurgruppe arbeitet bereits und fragt Geschäfte und Institutionen für eine Mitbeteiligung an. Anschliessend werden Parteien und Vereine angeschrieben, um die Idee weiterzuverbreiten und die Arbeitsgruppe zu erweitern. Falls dies gelingt, wird die Stadt ersucht, sich offiziell zu beteiligen.

Zum 25-Jahr-Jubiläum im Herbst plant der Weltverein ein Fest mit Beteiligung von Vertretern von Amriswiler Betrieben, Institutionen, Vereinen, Parteien und der Stadt. An diesem Anlass wird der Stand des Projekts präsentiert und die definitive Trägergruppe vorgestellt, der Weltverein gibt dann das Lead ab. Das Fest soll der Startschuss sein für die Erreichung der Auszeichnung «Fair Trade Town Amriswil» innerhalb eines Jahres. (red)