AMRISWIL: Angemalte Velos als Hinweis

40 Veloabstellplätze stehen im Bereich Bahnhofstrasse zur Verfügung. Genutzt werden sie nur teilweise. Jetzt soll eine bunte Aktion helfen.

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Das alte Velo am Bügel ist ein Blickfang. (Bild: pd)

Das alte Velo am Bügel ist ein Blickfang. (Bild: pd)

AMRISWIL. Seit einem Jahr gibt es rund 20 Velobügel an der Bahnhofstrasse, bei denen Fahrräder bequem abgestellt und angekettet werden können. Doch die Bevölkerung weiss damit bisher wenig anzufangen – eine Ausnahme sind die Ständer vor der Coop. Mit der Umgestaltung der Bahnhofstrasse hat die Stadt Amriswil mehr Platz geschaffen, so dass der gewonnene Strassenraum anderweitig genutzt werden kann.

Da im Zuge der Planungen für das Veloroutennetz der Wunsch nach neuen Abstellplätzen geäussert wurde, haben die Amriswiler Fachgeschäfte anlässlich ihres 100-Jahr-Jubiläums der Stadt Amriswil und der Bevölkerung 19 Velobügel gesponsert. Insgesamt wurden so rund 40 Veloabstellplätze geschaffen, die den Velofahrern helfen sollen, ihre «Drahtesel» geordnet abzustellen und diebstahlsicher ab- respektive anzuschliessen.

Einfache Benutzung

Die Benutzung ist einfach: Das Velo kann entweder auf dem Ständer neben oder ohne Ständer an den Bügel plaziert werden. Das Veloschloss kann direkt am Rahmen angebracht werden. In der Praxis haben sich die neuen Abstellplätze in Amriswil noch nicht etabliert, da der Nutzen der zwei Chromstahlbügel auf den ersten Blick nicht für alle erkennbar ist.

«Wir sind zuversichtlich, dass die Velofahrerinnen und Velofahrer unsere Bügel mittelfristig kennen und schätzen werden», sagt Brigitte Svec, Geschäftsführerin der Svec Optik und Vorstandsmitglied der Amriswiler Fachgeschäfte. Bekanntlich würde gut Ding Weile haben, meint sie. «Unsere Aktion mit dem angemalten Velo am Ständer – zu sehen bei Knecht Reisen und Biowelt – ist ein Anfang, um die Bevölkerung zur Nutzung der Bügel zu animieren.»

Passendes Hinweisschild

Zwei Personen haben ihre Gefährte an einer nahen Betonsäule abgestellt. Keine Seltenheit, eher die Regel, erklärt Svec. Deshalb überlegt sie sich, noch ein passendes Hinweisschild anzubringen. Auch Daniela Di Nicola, Stadträtin Verkehr und Soziales, zeigt sich zuversichtlich. «Nur Geduld», sagt sie. (red.)