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AMRISWIL: André Schlatter kandidiert

Der amtsälteste Stadtrat wagt zum zweiten Mal den Griff nach dem Präsidium. Der CVP-Politiker tritt gegen seinen Amtskollegen Stefan Koster (SVP) an.
Rita Kohn
Vizestadtpräsident André Schlatter nimmt einen zweiten Anlauf fürs Präsidium. (Bild: Donato Caspari)

Vizestadtpräsident André Schlatter nimmt einen zweiten Anlauf fürs Präsidium. (Bild: Donato Caspari)

Rita Kohn

rita.kohn@thurgauerzeitung.ch

André Schlatter möchte Stadtpräsident von Amriswil werden. Das gab er am Montagnachmittag an der Pressekonferenz im Schloss Hagenwil bekannt. Es ist nicht das erste Mal, dass Schlatter für dieses Amt kandidiert. Schon 2009 stellte er sich zur Verfügung, unterlag dann aber dem derzeit amtierenden Stadtpräsidenten Martin Salvisberg. «In diesen zehn Jahren habe ich mich verändert», sagt André Schlatter. Er habe gelernt, dass eine Kandidatur ganz anders abgestützt sein müsse. Jetzt sei alles intensiv besprochen, vor allem auch mit seiner Familie, die ihn vorbehaltlos unterstütze.

André Schlatter wirft unter anderem seine langjährige Erfahrung als Stadtrat in die Waagschale. Die letzte Amtsperiode amtete er gar als Vizestadtpräsident und übernahm hin und wieder die Aufgaben des Präsidenten, wenn dieser verhindert war. Das Vollzeitamt des Stadtpräsidenten sei für ihn eine interessante Option, sagte Schlatter. Es ist die Einzige, wenn er weiter sein Wissen für die Stadt einbringen will. Denn für ihn steht fest: Als Stadtrat wird er sich nicht mehr zur Verfügung stellen, sollte es mit der Wahl zum Stadtpräsidenten nicht klappen.

Parteizugehörigkeit sollte keine Rolle spielen

André Schlatter ist bewusst, dass er mit dem bereits von der SVP nominierten Stefan Koster einen aussichtsreichen Gegenkandidaten hat. Immerhin hat Stefan Koster nur gerade zwei Jahre weniger Erfahrung als Stadtrat und zudem ist er Mitglied der wählerstärksten Partei von Amriswil. Dennoch ist Schlatter überzeugt, dass seine eigenen Chancen nicht schlecht stehen. In einem Amt wie dem Stadtpräsidium dürfte die Parteizugehörigkeit keine Rolle spielen, sagt er. Da müsse ausschlaggebend sein, was die betreffende Person für einen Rucksack mitbringe. «Die Wählerinnen und Wähler werden entscheiden müssen, welche Person ihrer Ansicht nach das bessere Gesamtpaket zu bieten hat. Dabei sollte nebst dem fachlichen Wissen auch eine Rolle spielen, wer überzeugender auftreten könne. «Das soll nicht heissen, dass ich Stefan Koster die entsprechenden Fähigkeiten abspreche», sagte André Schlatter. Er schätze seinen Ratskollegen als tollen Menschen, der seine Sache im Stadtrat sehr gut mache.

André Schlatter ist sich dessen bewusst, dass er von einer breiteren Basis getragen werden muss, als sie ihm von der CVP geboten werden kann. Er habe aber bereits aus anderen Parteien Signale bekommen, dass diese Basis vorhanden sei. Immerhin hat der Vollblut-Politiker in den vergangenen Jahren nicht nur ein grosses politisches, sondern auch ein gesellschaftliches Engagement gezeigt. Jahrelang war er Präsident der AWA, und als es mit der Amriswiler Fasnacht rapide bergab ging, kämpfte er als Mufu-Präsident erfolgreich um das Überleben des Traditionsanlasses.

Als Anwalt macht man sich nicht nur Freunde

Sollte es erneut nicht klappen mit der Wahl, könnte das auch eine Nebenerscheinung seines derzeitigen Berufs sein, ist André Schlatter überzeugt. Als Anwalt mache man sich nicht nur Freunde. Gerade wenn man eine Partei erfolgreich vertreten habe, sei die unterlegene Gegenpartei voller Groll. Deshalb könne es gut sein, dass es da Gegenwind gebe. Andererseits sieht André Schlatter seinen Beruf als grossen Pluspunkt: Es habe sich gezeigt, dass er als Anwalt viel in den Rat einzubringen habe. Dass er im Falle einer Wahl den Anwaltsberuf an den Nagel hängen müsste, ist für ihn kein Problem. «Ich habe 25 Jahre als Anwalt gearbeitet und würde nun ohne Wehmut eine neue Aufgabe übernehmen.»

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