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AMRISWIL: 78 Poulets und ein Zertifikat

Die Kirche St. Stefan erlangte das Umwelt-Gütesiegel «Grüner Güggel». Mit einem Festgottesdienst und anschliessendem «Güggeli-Essen» haben die Katholiken gefeiert.
Yvonne Aldrovandi-Schläpfer
Die Umweltkommission «Grüner Güggel» besteht aus Hans Diezi (Präsident Kirchenvorsteherschaft), Giuseppe Palmisano (Mesmer), Hans Hard-egger (Leiter Bibelgruppe), Heidi Walser (Umweltbeauftragte und Leiterin des Teams «Grüner Güggel»), Brigitte Schildknecht (Protokollführerin), Urs Hungerbühler (Kirchbehördenmitglied), Angelo Lorandi (Sicherheitsbeauftragter und Leiter Biodiversität). (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Die Umweltkommission «Grüner Güggel» besteht aus Hans Diezi (Präsident Kirchenvorsteherschaft), Giuseppe Palmisano (Mesmer), Hans Hard-egger (Leiter Bibelgruppe), Heidi Walser (Umweltbeauftragte und Leiterin des Teams «Grüner Güggel»), Brigitte Schildknecht (Protokollführerin), Urs Hungerbühler (Kirchbehördenmitglied), Angelo Lorandi (Sicherheitsbeauftragter und Leiter Biodiversität). (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Yvonne Aldrovandi-Schläpfer

amriswil@thurgauerzeitung.ch

Der «Grüne Güggel» bedeute Grünkraft Gottes – Geist über Gaben und Geschöpfe Gottes, sagte der Amriswiler Pfarrer Beat Muntwyler. Die katholische Kirche St. Stefan in Amriswil wurde mit dem «Grünen Güggel» für umweltgerechtes Handeln vom Verein «oeku Kirche und Umwelt» ausgezeichnet. Mit einem Festgottesdienst wurde am Sonntag diese Auszeichnung gebührend gefeiert.

Vor fast zwei Jahren traf sich die Umweltkommission «Grüner Güggel» Amriswil zur ersten Sitzung, um die Schwerpunkte der gemeinsamen Arbeit zur Zertifizierung festzulegen. Wichtige Schritte waren: Schöpfungsleitlinien erarbeiten, zentrale Bereiche auf Umweltverträglichkeit überprüfen sowie Verbesserungen planen und auf den Weg bringen. Eines der Hauptanliegen sei es gewesen, Lebensraum für Pflanzen und Tiere zu schaffen.

Das Ergebnis der Bemühungen für Biodiversität ist in der neu gestalteten Umgebung auf der Westseite der Kirche zu sehen. «Erfreulicherweise durften wir einen ansehnlichen Betrag von der Stadt Amriswil und vom kantonalen Amt für Umwelt entgegennehmen», sagte Urs Hungerbühler, das für Liegenschaften zuständige Mitglied der Kirchbehörde. Ausserdem habe sich die Kirche verpflichtet, der Umwelt mehr Sorge zu tragen. So werde beispielsweise nur noch Umweltschutz-Papier verwendet, weniger kopiert, gezielter geheizt sowie Wasser- und Stromverbrauch optimiert. Im letzten Frühjahr wurde eine Brandschutzübung durchgeführt und ein neues Sicherheitskonzept vorgestellt. Die Teilnehmenden beherrschen nun den Umgang mit Feuerlöscher und Löschdecke. «Am 29. Oktober 2017 wurden wir dann in der katholischen Kirche Weinfelden zertifiziert. Seither trägt unsere Kirche offiziell das Umwelt-Gütesiegel ‹Grüner Güggel›.» Das Zertifikat bescheinigt, dass umweltverträglich und nach fairen Kriterien gearbeitet wird.

Ein Güggel-Bild als Geschenk

Heidi Walser, Umweltbeauftragte und Leiterin des Amriswiler «Grüner Güggel»-Teams, freute sich, der katholischen Kirchgemeinde ein Güggel-Bild zu überreichen – ein Geschenk vom Kunstmaler Josy Murer aus Engelburg. Für musikalische Umrahmung des Festgottesdienstes sorgten der Kirchen- und Kinderchor Amriswil. Im Anschluss an den Gottesdienst wurden alle Kirchgänger zum «Güggeli-Essen» in die Unterkirche eingeladen. 78 Poulets brutzelten an den Spiessen im Grillwagen.

In den kommenden vier Jahren wird die katholische Kirchgemeinde Amriswil zusätzliche Ziele umsetzen. Danach findet eine Rezertifizierung statt, es werden weiterreichende Ziele vereinbart. Nebst der katholischen Kirchgemeinde Amriswil tragen auch die katholische Kirchgemeinde Dussnang, der Pastoralraum FrauenfeldPlus sowie die Verwaltung der katholischen Landeskirche des Kantons Thurgau und die evangelische Kirchgemeinde Arbon seit vergangenem Herbst das Label «Grüner Güggel». Damit sind im Thurgau bereits acht Kirchgemeinden, ein Pastoralraum sowie eine Landeskirchenverwaltung mit dem Umweltmanagement unterwegs.

Rund 600 Kirchgemeinden, kirchliche Organisationen und Einzelpersonen sind Mitglieder des Vereins «oeku Kirche und Umwelt», der 1986 gegründet wurde. Heute ist die oeku von der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) und dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK) als Beratungsorgan für ökologische Fragen anerkannt. Der ökumenische Verein wird von einem ehrenamtlichen Vorstand geführt und verfügt über eine eigene Fachstelle in Bern.

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