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AMLIKON: Wer zu früh landet, verliert

Zum traditionellen Saisonabschluss kämpften am Samstag 19 Piloten der Segelfluggruppe Cumulus mit ihren eleganten Flugzeugen um den Sieg in der Ziel-Lande-Konkurrenz.
Ruedi Steiner
Segelflugpilot Fabian Grunder und Fluglehrer Edwin Gubler beim Landeanflug in Amlikon. (Bild: Ruedi Steiner)

Segelflugpilot Fabian Grunder und Fluglehrer Edwin Gubler beim Landeanflug in Amlikon. (Bild: Ruedi Steiner)

AMLIKON. Am Samstagmorgen sah es noch gar nicht danach aus, als ob die Segelfluggruppe Cumulus ihre traditionelle Ziel-Lande-Konkurrenz auf dem Flugfeld Amlikon würde austragen können. In der Thurebene hingen an den Hügeln auf beiden Seiten Nebelschwaden, und es regnete leicht, also keine idealen Bedingungen.

Doch dann ging alles schnell, das Wetter besserte sich innert Minuten. Für die Piloten bedeutete das, abgesehen von der fehlenden Thermik, ideales Flugwetter. So trafen sich 19 Segelflugpiloten vor dem Hangar zum Briefing, das von Roger Brunner durchgeführt wurde. Der 33-Jährige amtete am Samstag als Flugdienstleiter.

Mittels Windenstart geht es in die Luft

Inzwischen sind die zwei Schulflugzeuge Schleicher ASK 21 am östlichen Ende der Landepiste bereitgestellt. Die Doppelsitzer haben eine Flügelspannweite von 17 Metern, ein Leergewicht von 360 kg, voll beladen von 600 kg, und erreichen Spitzengeschwindigkeiten von 280 km/h. Die Mitteldecker eignen sich aufgrund ihrer Bauart besonders gut für Schulungszwecke. Gestartet werden die Segelflugzeuge mittels Windenstart, der von einer Abrollseilwinde, die auf einem LKW montiert ist, ausgeführt wird. Beim Start wird das Segelflugzeug von der Sechstrommelwinde innerhalb von 2 bis 4 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt und verlangt sowohl vom Windenführer wie vom Piloten höchste Konzentration. Das Schleppseil ist etwa 1000 Meter lang und zieht das Segelflugzeug in einer Minute auf eine Höhe von etwa 450 Meter und wird dann automatisch ausgeklinkt.

Um elf Uhr wird bereits das erste Segelflugzeug mit Pilot und Passagier hochgezogen. Nach dem Ausklinken senkt der Pilot die Flugzeugnase nach unten. Dann beginnt die etwa fünf bis sechs Minuten dauernde Gleitphase, in der etwa neun bis zehn Kilometer zurückgelegt werden. Alle Piloten drehen auf Höhe Eschikofen nach Norden Richtung Märstetten ab, vollführen eine Platzrunde und biegen dann über Märstetten-Station in raschem Sinkflug bereits in den Landeanflug Richtung Flugplatz ein.

Beim Pistenanfang ist mit Sägemehl eine Linie markiert, nach der die Piloten möglichst nahe aufzusetzen versuchen, ohne sie zu berühren. Was den einen mehr oder weniger gut gelingt: Sandro Fankhauser liegt mit 13,7 Meter nach dem ersten Durchgang an der Spitze. Für allen anderen Piloten wird die Abweichung in Metern ins Klassement aufgenommen.

Unter den Piloten sind mit Fabian Grossglauser und Sam Müller zwei Nachwuchspiloten, die sich noch in der Ausbildung befinden, zum ersten Mal dabei. Während sie im Doppelsitzer vorn plaziert sind, sitzt auf dem Passagiersitz, der über eine Doppelsteuerung verfügt, mit dem 56jährigen Fluglehrer und Lokführer Edwin Gubler ein Fluglehrer und überwacht den Schüler.

Sandro Fankhauser bleibt an der Spitze und gewinnt mit 22,7 Punkten (Metern Abweichung) vor Ernst Oettli mit 27,7 Punkten.

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