Am Karfreitag ans Leiden denken

KREUZLINGEN. Vom Kreuzlinger Hafen bis zum Konstanzer Münster beschritten am Karfreitag drei Dutzend Jugendliche und junge Erwachsene einen ökumenischen Kreuzweg. An sieben Stationen gedachten sie der Leiden Jesu Christi.

Daniel Schaffhauser
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Drei Dutzend Jugendliche pilgerten gestern von Kreuzlingen nach Konstanz. (Bild: Reto Martin)

Drei Dutzend Jugendliche pilgerten gestern von Kreuzlingen nach Konstanz. (Bild: Reto Martin)

Schneeregen fiel am Karfreitag am Kreuzlinger Seehafen. Wo sich um die Osterzeit sonst üblicherweise viele Spaziergänger tummeln, fand man an dem Tag lediglich eine kleine Gruppe von Jugendlichen und Erwachsenen. Diese trug ein hölzernes Kreuz bei sich und gedachte Jesu Christi Leidensweg für die Gläubigen vor rund 2000 Jahren.

Geschichten und Rituale

Vertreter der katholischen und evangelischen Pfarreien in Kreuzlingen, des Jugendbüros Konstanz, der Evangelischen Bezirksjugend Konstanz und der Juseso Thurgau begrüssten die Teilnehmer mit einer Ansprache zur dritten Durchführung des Kreuzwegs am Karfreitag. Dabei erklärte Joza Tadic, Katechet und Jugendarbeiter der Pfarrei St. Ulrich, die Bedeutung eines Kreuzweges. «Wir schauen auf die Wunden, die Menschen Jesus zugefügt haben», sagte Tadic und fügte an, dass auch heute noch Menschen ihren Mitmenschen Leid zufügten.

Die Versammelten hielten einen kurzen Moment inne. Im Anschluss begaben sie sich auf den Kreuzweg. Dieser führte sie an sieben Stationen vorbei, die die sieben Gänge Jesu Christi bis zu seinem Tod verkörperten. An jeder Station erzählten Vertreter der Kirche eine Geschichte und führten jeweils ein Ritual durch.

Mit Jugendlichen feiern

Trotz garstigen Wetterverhältnissen nahmen zahlreiche Jugendliche aus unterschiedlichen Gründen am dritten grenzüberschreitenden Kreuzweg teil. «Ich finde es wichtig, dass man sich an Karfreitag Gedanken zur Geschichte Jesu Christi macht», sagte Adissa Hebeisen aus Kreuzlingen. Eine andere junge Teilnehmerin sagte, dass viele Freunde von ihr gar nicht erst wüssten, was vor vielen Jahren an Karfreitag geschehen sei. Sie ist aber der Meinung, dass dieser Tag jener sei, an dem man speziell an Jesus Christus und seinen Leidensweg denken sollte.

Joza Tadic freute sich, dass auch in diesem Jahr viele Jugendliche gekommen seien. Denn es sei das Ziel des grenzüberschreitenden Kreuzwegs, Karfreitag mit Jugendlichen zu feiern und ihnen die Bedeutung des Tages mit auf den Weg zu geben.

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