Am Hafen liegt die Zukunft

ROMANSHORN. Romanshorn nennt sich nun Hafenstadt. Der Begriff verbinde die dynamische Gründerzeit mit der aktuellen Aufbruchstimmung, meint der Stadtrat.

Markus Schoch
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Die grösste Hafenanlage am Bodensee: In Romanshorn gibt es gegen 950 Liegeplätze für Freizeitkapitäne. (Bild: pd)

Die grösste Hafenanlage am Bodensee: In Romanshorn gibt es gegen 950 Liegeplätze für Freizeitkapitäne. (Bild: pd)

Bis vor knapp zwei Jahren war Romanshorn noch ein Dorf mit weniger als 10 000 Einwohnern. Die Gemeinde nannte sich aber bereits lange davor «Stadt am Wasser». Der Begriff wurde zwischen 1997 und 1999 im Zusammenhang mit der Diskussion um ein neues Leitbild geprägt und führte anfänglich zu riesigen Diskussionen in der Bevölkerung. Jetzt ist Romanshorn von der Grösse her tatsächlich eine Stadt, und die Behörde bekennt sich seit Mai dieses Jahres auch offiziell dazu. Nun passt ihr aber die alte Bezeichnung nicht mehr. Romanshorn tritt neu unter dem Titel «Hafenstadt» auf.

«Der Begriff verbindet die dynamische Gründerzeit mit der Aufbruchstimmung von heute», heisst es in einer gestern verbreiteten Mitteilung.

Grosse Ausstrahlung

Der neue Name kommt nicht ganz überraschend. Eine entsprechende Andeutung machte Stadtammann David H. Bon bereits am ersten Stadtgespräch Mitte August. Der Hafen habe eine grosse Ausstrahlung, sagte er damals. Auch die Geschichte von Romanshorn sei eng mit ihm verknüpft. Der grösste Hafen am Bodensee sei das Herz von Romanshorn und habe schon immer eine zentrale Bedeutung in der Entwicklung des Ortes gehabt, heisst es nun in der gestrigen Mitteilung.

Während beim Bau vor 160 Jahren der Warenumschlag im Vordergrund gestanden habe, sei der Hafen heute ein Ort für Freizeit und Erholung. Es gibt allein für Sportboote in den drei Becken insgesamt gegen 950 Liegeplätze. Für nautisches Flair sorgt auch die Schweizerische Bodensee-Schifffahrt, die kürzlich ihren Sitz für sieben Millionen Franken ausgebaut hat.

Viel Entwicklungspotenzial

Das Hafengebiet biete noch viel Entwicklungspotenzial, schreibt der Stadtrat weiter. Die Bevölkerung wünscht sich vor allem, dass neues Leben in die ehemaligen Massivlagerhäuser der SBB einkehrt, wie eine Umfrage am Stadtgespräch zeigte.