Alzheimer: Kampagne will Tabu brechen

Morgen Samstag macht das Info-Mobil der Schweizerischen Alzheimervereinigung in Bischofszell halt. Am Wochenmarkt können sich Passanten über die Krankheit informieren.

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BISCHOFSZELL. Mit der mobilen Anlaufstelle möchte die Schweizerische Alzheimervereinigung über Alzheimer und andere Demenzkrankheiten sowie über Beratungs- und Entlastungsangebote informieren. Dazu steht ein eigens eingerichtetes Fahrzeug bereit. Geschulte freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informieren im persönlichen Gespräch. Die Informationen richten sich an Menschen mit Demenz, pflegende Angehörige und an die interessierte Bevölkerung.

Mehr als 4000 Erkrankte

Die Kampagne will aber auch ein Tabu brechen. Allein im Kanton Thurgau sind über 4000 Menschen an Alzheimer oder einer anderen Form von Demenz erkrankt. Über 12 000 Angehörige sind unmittelbar mit dieser Krankheit und ihren Folgen konfrontiert. Viele Betroffene trauen sich nicht, darüber zu sprechen und fremde Hilfe zu suchen.

Infos in Wort und Schrift

Das Info-Mobil ist ein Campingbus, der in den Farben der Alzheimervereinigung lackiert und zweisprachig beschriftet ist. Vor dem Fahrzeug werden Infokästen aufgestellt, welche auf die Situation von Menschen mit Demenz hinweisen. Ein Flyer gibt Auskunft über alle wichtigen Adressen (Spitex, Pro Senectute, Entlastungsdienst, Heime, Tagesstätten). Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer informieren die interessierten Passanten. (wel)