Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ALTNAU: Wunsch nach einem Kinderhort

Im Dorf fehlt eine ausserschulische Betreuung von Kindergärtlern und Primarschülern. Eine Gruppe Eltern sammelt nun dafür Unterschriften.
Sie wünschen sich einen Kinderhort: Eine Gruppe Eltern posiert mit den Petitionärinnen vor der Raiffeisen-Baustelle, wo ein Generationenraum entsteht. Dieser wäre ein möglicher Standort. (Bild: Andrea Stalder)

Sie wünschen sich einen Kinderhort: Eine Gruppe Eltern posiert mit den Petitionärinnen vor der Raiffeisen-Baustelle, wo ein Generationenraum entsteht. Dieser wäre ein möglicher Standort. (Bild: Andrea Stalder)

Der Mittagstisch findet dreimal wöchentlich statt. Auch eine Spielgruppe gibt es im Dorf. Doch das ist nicht genug. Eine Gruppe Altnauer Eltern wünscht sich einen Hort, der die Schulkinder mittags wie auch an Randzeiten betreut. Und das von Montag bis Freitag, Start nach den Sommerferien 2019. Dafür sammelt sie ab sofort Unterschriften für eine Petition, welche sie dem Gemeinderat und der Schule übergibt. «Wir stehen hier stellvertretend für viele Familien in der Gemeinde, die sich ein gutes Betreuungsangebot wünschen», sagt Sabine Roduner am Donnerstag bei einer Medieninformation vor dem Kindergarten. «Wir möchten den Weg ebnen für ein familienfreundliches Altnau.»

Der Bedarf nach Plätzen ist ausgewiesen

Das Dorf wachse stark. Alleine im Sommer kämen rund 60 Kinder in den Kindergarten, sagt Roduner. Das seien gut 20 mehr als bisher. «Zu einer Grundinfrastruktur gehören unserer Meinung nach familienergänzende Angebote. Der Mittagstisch reicht nicht, wir benötigen dringend einen Kinderhort. Jetzt!» Der Bedarf nach Plätzen sei vorhanden, diese würden bestimmt auch genutzt werden, ist sich die Mutter sicher.

«In den anderen Gemeinden der Region gibt es schon viele solche Angebote», sagt Katrin Seiter. «In Tägerwilen gibt es seit zehn Jahren einen Kindertreff, in Kreuzlingen bereits seit 20.» In Münsterlingen gebe es seit fünf Jahren ein erfolgreiches Angebot und in Bottighofen starte man demnächst. «In Scherzingen ist der Hort auch aus der Initiative von Eltern heraus entstanden und wurde von der Gemeinde unterstützt», meint Seiter.

Im kantonalen Gesetz sei seit 2005 verankert, dass die Politischen Gemeinden familienergänzende Kinderbetreuung fördern müssen, sagt Martina Eggenberger Lenz. «Oft geschieht das in Zusammenarbeit mit den Schulen. Denn es hat sich gezeigt, dass solche Projekte ohne finanzielle Hilfe der öffentlichen Hand nicht realisierbar sind.» Die Gruppe sammelt nun Unterschriften bis zu den Frühlingsferien. Danach erhalten Gemeinderat und Schule die Petition. Die Eltern hoffen, dort Gehör zu finden. «Den Hort im August 2019 zu eröffnen, sollte möglich sein», sind sie überzeugt.

Nicole D’Orazio

nicole.dorazio

@thurgauerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.