Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

ALTNAU: Gemeinsam geht es besser

Die fünf Schulgemeinden im Sekundarschulkreis Altnau möchten in einigen Bereichen enger zusammenarbeiten. Die Einführung des Lehrplans Volksschule Thurgau ist einer davon. Sie gehen aber nicht den empfohlenen Weg.
Nicole D'orazio
David Felleiter, Präsident der Primarschule Langrickenbach sowie der Sekundarschulgemeinde Altnau, und Andrea Epper, Präsidentin der Primarschule Münsterlingen, im Schulhaus. (Bild: Andrea Stalder)

David Felleiter, Präsident der Primarschule Langrickenbach sowie der Sekundarschulgemeinde Altnau, und Andrea Epper, Präsidentin der Primarschule Münsterlingen, im Schulhaus. (Bild: Andrea Stalder)

ALTNAU. Zusammenarbeiten, wo es Sinn macht und es einen Mehrwert gibt. Seit zwei Jahren läuft das Projekt Wasa. Dieses steht für «Wirkungsvolle Zusammenarbeit zwischen den Schulgemeinden im Sekundarschulkreis Altnau». Vor zwei Jahren wurde das Vorprojekt gestartet. Eine Projektgruppe hat dann fünf Handlungsfelder ausgearbeitet, in denen eine vertiefte Zusammenarbeit weiterverfolgt wird. «Die politischen Strukturen der Schulgemeinden bleiben unverändert. Ein Zusammenschluss zu einer Volksschulgemeinde war nie das Ziel», sagt Andrea Epper, Präsidentin der Primarschulgemeinde Münsterlingen. Zusammen mit David Felleiter, Präsident der Primarschule Langrickenbach sowie der Sekundarschulgemeinde Altnau, präsentiert sie den aktuellen Stand von «Wasa».

«Den Lehrplan Volksschule Thurgau werden die vier Primarschulen Altnau, Langrickenbach, Güttingen und Münsterlingen auf August 2017 gemeinsam einführen», sagt Epper. Die Sekundarschule mache dies hingegen alleine. «Die Primarschulen machen ein gemeinsames Konzept sowie einen gemeinsamen Entwicklungsplan», ergänzt Felleiter. Der Kickoff findet zusammen mit der Sekundarschule im Oktober dieses Jahres statt.

PH St. Gallen als Partner

Die vier Primarschulgemeinden gehen dabei einen anderen Weg, als vom Kanton Thurgau empfohlen wird. «Wir werden nicht mit Multiplikatoren, sondern mit externen Dozenten der Pädagogischen Hochschule St. Gallen zusammenarbeiten», sagt Epper. Multiplikatoren sind Lehrpersonen, die sich an der PH Thurgau weiterbilden lassen. Sie sind Fachpersonen mit vertieftem Wissen und erweiterten Kompetenzen zu inhaltlichen Fragen sowie zur Umsetzung des neuen Lehrplanes. Sie geben dieses an ihre Kollegen weiter. «Wir haben keine Lehrpersonen zur Verfügung, die die Ausbildung absolvieren wollen», begründet sie.

«Der Kanton empfiehlt zwar die Variante mit den Multiplikatoren und gibt Leitplanken zur Umsetzung des neuen Lehrplanes vor, betont aber, dass auch andere Wege möglich sind», sagt Felleiter. «Auch von der Finanzierung her.» Die Schulleiter würden nun das gemeinsame Konzept ausarbeiten, das dann vom Kanton bewilligt werden müsse. «Wir sind nicht die einzigen, die einen eigenen Weg gehen.» Am Schluss müssten die Lehrer an den Schulen für den neuen Lehrplan weitergebildet werden, egal, ob von Multiplikatoren oder von externen Dozenten, meint er.

Jokertage gemeinsam regeln

«Der Vorteil dieser Zusammenarbeit ist, dass es so mehr Lehrpersonen sind, die von den Neuerungen betroffen sind und ihr Wissen und Erfahrungen austauschen können», sagt Epper. An die Kosten für das gemeinsame Konzept würden alle Primarschulgemeinden einen fixen Beitrag leisten, und der Rest werde prozentual nach der Grösse aufgeschlüsselt. Einheitlich handhaben möchten die Schulgemeinden auch die Jokertage, welche mit dem revidierten Volksschulgesetz ab August eingeführt werden.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.