ALTNAU: Eine versteckte Oase für alle

Die Gemeinde besitzt eine Uferparzelle, die für die Öffentlichkeit als Rast- und Ruheplatz zugänglich ist. Allerdings ist der Platz nicht allzu leicht zu finden.

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Das Schilf wiegt im Wind, kleine Muscheln werden angespült, die Sonne scheint angenehm warm – hier an der Uferparzelle 691 zwischen Altnau und Güttingen herrscht keine Hektik. Im ver­gangenen November hat die Gemeinde Altnau die Parzelle erworben. Da sich praktisch das gesamte Seeufer in Privatbesitz befindet, wollte die Gemeinde einen Teil öffentlich zugänglich machen. Einen finanziellen Zustupf hat sie dabei vom Kanton Thurgau erhalten. Und auch die Gemeinde Güttingen unterstützt das Vorhaben der Altnauer nach wie vor: Sie übernimmt den Unterhalt.

Seit Juni ist die Parzelle im Sinne der Gemeinde ausgerüstet. Ein grosser Eichentisch mit Bänken lädt zum Verweilen ein, daneben steht ein Abfalleimer, für dessen Leerung der Güttinger Werkhof besorgt ist. «Die Idee ist es, die Uferparzelle als Rast- und Ruheplatz zugänglich zu machen», sagt Remo Dietsche, der Altnauer Gemeindeschreiber. Ruhe findet man auf der Uferparzelle – allerdings sollte die Verpflegung fertig zubereitet mitgebracht werden: Es gibt keine Grillstelle. «Bisher gab es kaum eine Nachfrage, sollte das aber ein Anliegen sein, wäre es sicher möglich, eine solche Stelle einzurichten», sagt Dietsche. Die meisten verpflegen sich in den nahen Badis, vermutet der Gemeindeschreiber. Deshalb sieht die Gemeinde Altnau vorerst keinen weiteren Investitionsbedarf für die Parzelle.

Nebst dem Eichentisch liess die Gemeinde auch eine Bruchsteinmauer anfertigen, die den südlichen Teil anhebt und damit ebnet. «Zudem mähen wir das Schilf, damit ein guter Zugang zum See möglich ist», sagt Dietsche.

Das bisherige Feedback zur gemeindeeignen Uferparzelle sei positiv. «Vor allem Familien nutzen die Stelle, um eine Pause einzulegen, wenn sie den Seeweg von Altnau nach Güttingen entlangspazieren oder in die umgekehrte Richtung», sagt Dietsche. Allerdings muss man als Spaziergänger ein wachsames Auge haben: Der Platz ist versteckt hinter Bäumen und Sträuchern und verfügt über zwei Zugangspfade. Dafür stören nicht einmal die Spaziergänger die Ruhe an der Uferparzelle 691.

Viola Stäheli

viola.staeheli@thurgauerzeitung.ch