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ALTNAU: Die dritte Frau im Gemeinderat

Am kommenden Sonntag wählt Altnau ein neues Mitglied der Exekutive. Anja Hohengasser und Iris Meier-Habegger bewerben sich um das Amt.
Urs Brüschweiler
Anja Hohengasser Kandidatin Gemeinderat Altnau (35 Jahre, SVP) (Bild: pd)

Anja Hohengasser Kandidatin Gemeinderat Altnau (35 Jahre, SVP) (Bild: pd)

ALTNAU. Egal, wer die Wahl gewinnt, Altnau wird künftig von einer Frauenmehrheit regiert. Zur Ersatzwahl in den Gemeinderat stellen sich als Nachfolgerin des zurücktretenden Hans Eberhardt Anja Hohengasser und Iris Meier zur Verfügung. Damit sitzen in der fünfköpfigen Exekutive dann drei Frauen. Obwohl dieser Umstand für keine der beiden Kandidatinnen eine entscheidende Bedeutung hat, zeigt es für Anja Hohengasser, dass die Altnauer modern und offen seien. «Dass sie Kompetenz über Geschlechtszugehörigkeit stellen, darauf wäre ich stolz.»

Vorbereitet aufs Amt

Beide Bewerberinnen haben den Wahlkampf bisher durchwegs positiv und motivierend erlebt und sich auch schon mit ihren möglichen künftigen Aufgaben auseinandergesetzt. «Ich konnte mir von aktiven und ehemaligen Gemeindepräsidenten Informationen beschaffen, und ich habe für diese neue Aufgabe ein Seminar über öffentliches Sozialwesen besucht», erzählt Iris Meier. Die Kandidatinnen hatten beide bereits besonderes Interesse am frei werdenden Ressort «Gesundheit und Soziales» signalisiert. Anja Hohengasser betont etwa, dass es sich hervorragend mit ihrem bisherigen Leistungsausweis decke. Beide wären aber auch bereit sich anderweitig zu orientieren: Während Iris Meier-Habegger konkret sagt, dass sie sich auch vorstellen könnte, Gemeinderätin für «Umwelt und Sicherheit» zu werden, bleibt Anja Hohengasser da offen und erklärt, dass es für sie auch spannend und reizvoll wäre, sich etwas Neuem anzunehmen.

Parteipolitik nicht massgebend

Vor nicht allzu langer Zeit war der Altnauer Gemeinderat noch eine Bastion der FDP. Aktuell ist kein Liberaler mehr im Gremium vertreten. Und auch die beiden Bewerberinnen werden das nicht ändern: Anja Hohengasser ist SVP-Mitglied und schon lange politisch interessiert. «Grundsätzlich sollte die Partei im Gemeinderat jedoch keine vordergründige Rolle spielen.» Aber den Einfluss ihrer Wertvorstellungen könne sie nicht unterbinden, erklärt sie. Iris Meier-Habegger ist parteilos und schreibt, dass sie bei allen Parteien positive Eigenschaften erkennen kann wie auch solche, die sie nicht unterstütze.

Der politischen Zusammensetzung des Gemeinderats wird keine allzu grosse Bedeutung beigemessen. Doch für die Entwicklung des Dorfes haben beide ihre Vorstellungen.

Altnau als regionales Zentrum

«Das Dorf sollte nicht zu schnell wachsen», findet Iris Meier. Sie möchte, dass die guten Geschäfte im Ort erhalten bleiben und die ansässige Spielgruppe eine neue, feste Örtlichkeit bekommt. Generell werde bereits viel gemacht, um Altnau bekannt und belebt zu halten. Sie erwähnt dabei etwa den Öpfellehrpfad, den Steg und den Dorfmarkt.

Anja Hohengasser will sich einsetzen für einen schlanken Gemeindehaushalt, also dass die Steuern nicht weitersteigen. Ausserdem würde sie sich für ein starkes Gewerbe und für die Stärkung der Familien engagieren. «Kinder sind unsere Zukunft und mir als zweifacher Mutter ein spezielles Anliegen», schreibt Anja Hohengasser.

Iris Meier-Habegger Kandidatin Gemeinderat Altnau (47 Jahre, parteilos) (Bild: pd)

Iris Meier-Habegger Kandidatin Gemeinderat Altnau (47 Jahre, parteilos) (Bild: pd)

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