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Altes Haus in neuem Glanz

SITTERDORF. Bedrohlich hatte der Zahn der Zeit am evangelischen Pfarrhaus bereits genagt. Nun wurde eines der schönsten Häuser des Dorfes in weniger als drei Monaten renoviert.
Georg Stelzner
Mirjam und Jürgen Neidhart sind vom neuen Zuhause begeistert. (Bild: pd)

Mirjam und Jürgen Neidhart sind vom neuen Zuhause begeistert. (Bild: pd)

«Unvorbereitet hat uns diese Investition nicht getroffen», sagt Ernst Ehrbar, Präsident der Evangelischen Kirchgemeinde Sitterdorf-Zihlschlacht. Die Mängel und Schäden seien seit geraumer Zeit bekannt gewesen, doch habe man einen günstigen Zeitpunkt abgewartet, um die erforderlichen Arbeiten auszuführen. Der Wechsel von Pfarrer Feller zu Pfarrer Neidhart sei, so Ehrbar, ein solcher Moment gewesen.

Wasserschäden zu beklagen

An dem in den Jahren 1903/04 errichteten Gebäude waren 1973 und 1983 die letzten umfangreichen Sanierungen vorgenommen worden. Im Zeitraum von 1984 bis 2007 folgten dann nur noch kleinere Arbeiten. «Ein Hauptproblem, das es jetzt zu lösen galt, war das schadhafte Dach, kam es im Innern des Gebäudes doch immer wieder zu Wasserschäden», erklärt der verantwortliche Architekt, Walter Schindler. Es sei verfaultes Holz zum Vorschein gekommen, und die Dachpappe habe man in einem völlig zersetzten Zustand vorgefunden. Neu sei das Dach nun mit Biberschwanzziegeln gedeckt worden, die man vom Baumaterial-Lager der kantonalen Denkmalpflege in Schönenberg habe beziehen können. Das Ausmass der Dachsanierung wird laut Schindler dadurch deutlich, dass ein Viertel der Kosten allein auf diese Arbeiten entfallen.

Senkung der Heizkosten

Neben dem Dach habe das Hauptaugenmerk der Isolierung der Gebäudehülle und der Erneuerung der sanitären Einrichtungen gegolten, erläutert Schindler. So seien 22 m³ Isolationsmaterial nötig gewesen, um auch in der kalten Jahreszeit angenehme Raumtemperaturen ohne hohen Energieverbrauch für die Heizung gewährleisten zu können. Erstaunt nahm der Architekt im übrigen zur Kenntnis, dass nicht weniger als acht Kamine entdeckt wurden, darunter auch solche, die ihre eigentliche Funktion gar nie ausgeübt hatten, sondern als Lüftungsschächte genutzt worden waren.

Warten auf Bauabrechnung

Der Kirchenbehörde war es ein Anliegen, der neuen Pfarrer-Familie nicht nur ein ansehnliches, sondern auch ein zeitgemässes Zuhause bieten zu können. Deshalb seien eine zweite Nasszelle und eine neue Küche eingebaut worden, erklärt Kirchenpräsident Ehrbar. «Wann immer möglich, sind die Neidharts in die Planung mit einbezogen worden.»

Auf zwei Schwierigkeiten weisen Schindler und Ehrbar bei der Renovierung des geschützten Objekts besonders hin: Zum einen habe ein gewisser Zeitdruck bestanden, zum andern sei es nötig gewesen, in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege einen gleichermassen sinnvollen wie finanzierbaren Kompromiss zu finden. Ob der im April dieses Jahres bewilligte Kredit von 420 000 Franken letztlich ausreichen wird, lässt sich laut Schindler zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

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