Alterszentrum erhält Bauzuschuss

Mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 84 Prozent bewilligen die Kreuzlinger Stimmberechtigten einen Baubeitrag von drei Millionen Franken der Stadt an das Alterszentrum für die Sanierung und den Umbau des Altbaus.

Urs Brüschweiler
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KREUZLINGEN. Die Diskussionen der letzten Wochen haben die Stimmberechtigten offenbar nicht beeindruckt. Es ging dabei um eine unglückliche Formulierung in der Abstimmungsbotschaft, dass aufgrund der geplanten Bautätigkeit eine Taxen-Erhöhung für die Bewohner nicht vorgesehen sei. Im Abstimmungsresultat von gestern über den Beitrag der Stadt Kreuzlingen in der Höhe von drei Millionen Franken hat sich die Skepsis jedoch nicht niedergeschlagen.

Eine Kreuzlinger Institution

2171 Kreuzlinger sagten Ja, lediglich 415 lehnten die finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand ab. Stadtpräsident Andreas Netzle bezeichnete das Resultat als wichtiges Votum dafür, dass sich die Stadt beim Alterszentrum, das als Genossenschaft organisiert ist, engagiere. Für dessen Präsident Carl Ruch zeigt sich im sehr guten Abstimmungsergebnis, dass die allermeisten Kreuzlinger hinter der Institution Alterszentrum stünden und auch dessen gute Leistungen in den letzten 40 Jahren honorierten. Er sei froh, dass man nun die drei Millionen Franken von der Stadt erhalte, als Zuschuss an die Sanierung und den Umbau des Quertraktes. Das 16-Millionen-Projekt ist die zweite von drei Etappen zur Gesamt-Modernisierung des Alterszentrums.

Tiefere Defizitgarantie

Gemäss der in diesem Jahr revidierten Leistungsvereinbarung zwischen Stadt und Alterszentrum sinkt dank des einmaligen Baubeitrages die jährliche Defizitgarantie der Stadt nun von 400 000 auf 300 000 Franken. Diese werde man aufgrund der hohen Investitionen wohl zumindest in den nächsten Jahren in Anspruch nehmen müssen, sagt Ruch. Mit den Bauarbeiten für den Umbau soll im kommenden Februar begonnen werden.