Alterssiedlung kann Darlehen behalten

Die Stimmberechtigten von Evangelisch-Wigoltingen-Raperswilen haben die Kündigung des Darlehensvertrags mit der Genossenschaft für Alterswohnen Wigoltingen (GAW) abgelehnt.

Manuela Olgiati
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Schulden in Millionenhöhe: Wigoltinger Alterssiedlung. (Bild: Christof Lampart)

Schulden in Millionenhöhe: Wigoltinger Alterssiedlung. (Bild: Christof Lampart)

Wigoltingen. 42 Kirchbürger begrüsste Präsident Martin Wenger im Singsaal des Werkzentrums zur Kirchgemeindeversammlung. Weil die Kirchgemeinde im kommenden Jahr ein Darlehen aus einer früheren Renovation der Kirche zurückzahlen soll, beantragte die Kirchenvorsteherschaft der Versammlung, das zinsfreie Darlehen von 100 000 Franken an die Genossenschaft für Alterswohnen Wigoltingen (GAW) innert sechs Monaten zu kündigen.

Schuldenberg abbauen

«Als zu kurzfristig» bezeichnete Beat Hostettler, früherer Verwalter der GAW, diese Forderung. Damit würde die GAW vor dem Aus stehen, wie GAW-Präsident Gennaro Fallo in einem Schreiben an die Versammlung erläuterte. Weiterhin kämpft die GAW darum, einen Schuldenberg in Millionenhöhe abzubauen. Ursula Uhlmann bemängelte, dass keine Gespräche stattgefunden hätten. Sie bezeichnete das Vorpreschen als un-überlegt. Kirche und GAW hätten für ältere Menschen einzustehen.

Ueli Stehrenberger beantragte, die Abstimmung um ein Jahr zu vertagen. Der Antrag wurde mit grossem Mehr angenommen. Der Auftrag heisst nun, dass beide Vorstände gemeinsam Lösungen erarbeiten sollen. Einige Votanten sprachen sich für eine sofortige Verzinsung oder eine hälftige Rückzahlung aus, ein Vorschlag kam einer hälftigen Schenkung gleich.

Kirchspiel mit Gewinn

In die Synode wurden Rita Burkhardt und Susi Menzi wiedergewählt. Rechnungsführerin Silvia Kühne wurde aus ihrem Amt verabschiedet. Die Jahresrechnung 2009 weist einen Gewinn von 6936 Franken aus. Dem Budget und dem gleichbleibenden Steuerfuss von 15 Prozent wurde zugestimmt. Auch die Rechnung des unteren Kirchspiels von Wigoltingen weist 14 013 Franken Gewinn aus. Der Steuerfuss liegt bei gleichbleibenden 12 Prozent.

Die Sanierung des Pfarrhauses fiel in einzelnen Posten – etwa einer Notinvestition wegen Witterungsschäden – um 25 231 Franken höher als der beantragte Kredit aus. Pfarrer Lars Heynen dankte den Helfern und wies darauf hin, dass er weiterhin Leute suche, die die Sonntagsschule führen.

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