Alte Gesänge und Elektronik

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Romanshorn Vielen Klangreich-Besuchern wird das eindrückliche Konzert des A-cappella-Ensembles chant 1450 mit dem Oud-Virtuosen Mahmoud Turkmani noch in lebhafter Erinnerung sein. Seit über einem Jahrzehnt erarbeitet das Vokalensemble chant 1450 Projekte, die vom Dialog zwischen Alter Musik und Gegenwart geprägt sind. Ausschnitte aus den «Octonaires de la vanité du monde (1582)» des französischen Komponisten Pascal de L’ Estocart (1539–1584) bilden den Kern des neuen Programms, das durch Werke aus dem «Genfer Psalter» ergänzt wird. Die Texte schildern in bildhaften Vergleichen die Entsagung von der materiellen Welt und ihren Versuchungen – für den Komponisten eine willkommene Gelegenheit zu klangmalerischer Wortausdeutung in der Art der italienischen Madrigale jener Zeit. Eine typische Textzeile dieser Gedichte gibt dem vorliegenden Programm seinen Namen: «Quel monstre voy-je là? Le monde, le monde!» Sylvain Chauveau, ein international aktiver Ambient-/Electronica-Künstler aus Frankreich, wird diese Werke komponierend und improvisierend ergänzen, kommentieren und kontrastieren. Seine Stücke versuchen, eine klingende Brücke zum Heute zu schlagen. (red)

Sonntag, 12. November, 17 Uhr

Alte Kirche, Infos & Reservation: www.klangreich.ch