Alles beginnt mit der Geburt

AMRISWIL. Die Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri lanciert das Projekt «Spielend aufwachsen in Amriswil». Eltern sollen schon nach der Geburt ihres Kindes unterstützt werden.

Luisa Gomringer
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Schulleiterin Heidi Scherrer und Schulpräsident Markus Mendelin sehen sich das Programm an. (Bild: Luisa Gomringer)

Schulleiterin Heidi Scherrer und Schulpräsident Markus Mendelin sehen sich das Programm an. (Bild: Luisa Gomringer)

«Um ein Kind richtig zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf» lehrt ein afrikanischen Sprichwort. Und an dieses Sprichwort knüpft auch Markus Mendelin, Präsident der Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri an. Am Mittwochabend hat Mendelin vor einer Interessengruppe von rund 40 Leuten im Rahmen der Gesamtidee Bildungslandschaft Amriswil über das neue Projekt «Spielend aufwachsen in Amriswil» informiert und vor Augen geführt, dass eine Gemeinde nicht nur die formale Bildung in der Schule fördern kann, sondern auch lebenslange Lernprozesse, in denen die Kinder Haltungen, Werte, Fähigkeiten und Wissen durch Einflüsse und Quellen der eigenen Umgebung erwerben.

Nach dem Vorbild Bern

In einer ersten Phase will die Volksschulgemeinde ein Elternbildungsprogramm lancieren. Dies soll Eltern direkt nach der Geburt des Kindes abholen und begleiten. Das Projekt wird während vier Jahren durch die Jacobs Foundation unterstützt.

Im Kanton Bern wird dasselbe Programm bereits mit Erfolg angeboten. Nun soll es auch das bereits bestehende Frühförderungsangebot von Amriswil ergänzen. Barbara Oehrle, Geschäftsleiterin der Beratungsstelle Conex Familia, erklärte, das Zielpublikum seien Mütter und Väter verschiedener sozialer Schichten und Herkunft. Man unterstütze Eltern schon von der Geburt ihres Kindes an und dies bis zum dritten Lebensjahr. Die Themen dieses Kurses sind Bedürfnisse, Förderung und Orientierung der Kinder.

Schon ab dem nächstem Jahr

Das Projekt «Spielend aufwachsen in Amriswil» soll nächsten Jahr starten. «Wir werden fürs Erste an dem Projekt Elternlehre in Bern anknüpfen und dann aus den Erfahrungen heraus entscheiden, was wir noch verändern können», sagte Mendelin. Der Schulgemeinde sei es wichtig, dass sie alle Eltern erreiche und man viel Aufwand in die Bekanntmachung des Projektes investieren werde. Das wird viele Ressourcen brauchen, doch der Schulpräsident ist sich sicher: «Jeder Franken, den man in die Entwicklung eines Kindes investiert, kommt irgendwann fünffach zurück».

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