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Alle wollen sie Gewerbler sein

WEINFELDEN. Am Mittwochabend luden die Grünliberalen des Bezirks Weinfelden zu einer Podiumsdiskussion über Unternehmer in der Politik. TZ-Chefredaktor David Angst führte durchs Gespräch mit den sechs National- und Ständeratskandidaten.
Mario Testa
Die Nationalratskandidaten Markus Berner (BDP), Klemenz Somm (GLP), Wolfgang Ackerknecht (EVP), Moderator David Angst, Nationalrat Thomas Böhni (GLP), Nationalrätin Verena Herzog (SVP) und Nationalratskandidat Christian Neuweiler (FDP) diskutieren im Saal des Gasthaus zum Trauben über ihr Engagement fürs Gewerbe. (Bild: Mario Testa)

Die Nationalratskandidaten Markus Berner (BDP), Klemenz Somm (GLP), Wolfgang Ackerknecht (EVP), Moderator David Angst, Nationalrat Thomas Böhni (GLP), Nationalrätin Verena Herzog (SVP) und Nationalratskandidat Christian Neuweiler (FDP) diskutieren im Saal des Gasthaus zum Trauben über ihr Engagement fürs Gewerbe. (Bild: Mario Testa)

«Draussen herbstelt es und der Wahlherbst kommt langsam in die entscheidende Phase.» Mit diesen Worten leitete David Angst in die Podiumsdiskussion vor rund drei Dutzend Zuhörerinnen und Zuhörern im Traubensaal ein. Als Moderator fühlte der TZ-Chefredaktor den teilnehmenden zwei Nationalräten Verena Herzog und Thomas Böhni sowie den vier Kandidaten Christian Neuweiler, Markus Berner, Wolfgang Ackerknecht und Klemenz Somm auf den Zahn. «All diese sechs Teilnehmer sind eigentlich gar keine klassischen Gewerbler», sagte er provokativ zur Einstimmung, worauf die sechs ihrerseits darlegen konnten, weshalb sie sehr wohl die Interessen des Gewerbes in Bundesbern vertreten würden. «Als Geschäftsführerin einer Kieferorthopädie-Praxis bin ich sehr vertraut mit den Abläufen eines Gewerbebetriebs», sagt Nationalrätin Verena Herzog (SVP). «Und ich sehe auch, wo es Handlungsbedarf gibt. Beispielsweise bei der mühsamen Abrechnung der Mehrwertsteuer, den ganzen Statistiken und vielen Regulationen.»

Neues passt offenbar nicht

Herzogs Nationalratskollege und Solarunternehmer Thomas Böhni (GLP) betont, er habe in den vergangenen 20 Jahren vier Unternehmen gegründet und so grosse Erfahrung im Gewerbe gesammelt. «Ich kenne die Sorgen und Nöte als Gewerbler», sagt er. Und auf die Frage, weshalb ihn der Thurgauer Gewerbeverband nicht unterstütze, obwohl er laut des Wirtschaftsmagazins «Bilanz» der 8. wirtschaftsfreundlichste aller Nationalräte ist. «Ich habe Freude an Neuem. Damit hat der Gewerbeverband offenbar ein Problem.»

Auch Christian Neuweiler (FDP) als Geschäftsleiter eines Stahlbaubetriebs in Kreuzlingen, Klemenz Somm (GLP) als Inhaber eines Fleischbetriebs, Markus Berner (BDP) als Betriebswirtschafter und langjähriger ehemaliger Mitarbeiter des Gewerbeverbands sind eng mit dem Gewerbe verbunden. Und auch der Kirchenpfleger und ehemalige Prokurist Wolfgang Ackerknecht (EVP) sieht sich als würdiger und erfahrener Vertreter für das Gewerbe.

Wer hat, will lieber schweigen

Auch das Thema Parteifinanzierung kam am Podium zur Sprache. Während die GLP-, EVP- und BDP-Kandidaten für Transparenz einstehen und finden, Spenden ab mehreren tausend Franken sollten offengelegt werden, um für faire Verhältnisse zu sorgen, widerstrebt der SVP-Vertreterin und dem FDP-Vertreter dieser Gedanke.

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