Alle sind ein wichtiger Teil des Ganzen

Das Arbeitsheim für Behinderte in Amriswil wird 85 Jahre alt. Anlässlich des Jubiläums wurde ein Blick in die Produktionsstätten und ins Wohnheim gewährt.

Trudi Krieg
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In seinem Bereich ist Stefan Tobler der Fachmann. (Bild: Trudi Krieg)

In seinem Bereich ist Stefan Tobler der Fachmann. (Bild: Trudi Krieg)

AMRISWIL. Eltern, Bekannte, Kunden, Lieferanten und Freunde des Arbeitsheims Amriswil dürfen einen Blick hinter die Kulissen und in den Produktionsalltag des vielseitigen Sozialunternehmens werfen: in die Gärtnerei, in die Schreinerei sowie in die Produktion 2, wo einfachere Arbeiten verrichtet werden.

Neuer Versuch

Die Setzlingsanzucht sei im ABA stark und im Herbst starte er mit seinem Team einen Versuch mit der Anzucht von mehrjährigen Polsterpflanzen, blickt Abteilungsleiter Vinzenz Zahner nach dem unfreundlichen Frühling vorwärts. Auf Saisonbeginn müssen viele Kindergarten- und Gartenmöbel fertig sein. Er wisse nicht, wie viele Tische er in letzter Zeit fertig montiert habe, auf jeden Fall sehr viele, blickt Sandro Haldemann stolz auf seine Arbeit. Er hat die Lehre im Betrieb gemacht und will hier bleiben: «Die Teamarbeit ist gut.» Stefan Tobler schätzt dagegen besonders, dass er in der Produktion 2 in seinem Bereich allein arbeiten kann: «Hier nervt niemand.» In einem Grossauftrag gibt es Stiele für Beile zu lackieren oder mit Farbe zu bemalen. Nicht ganz Handarbeit ist das, aber auch nicht maschinell. Andere arbeiten an Maschinen, schleifen, drechseln – und alle wissen, dass ihre Arbeit ein wichtiger Teil im Ganzen ist.

Für manche ein Sprungbrett

Im Restaurant verwöhnt das Gastroteam die Gäste kulinarisch. Hier trifft man auch Koni, der bekannt ist als Handörgeler am See und Fritz, der weiss beim wem in der Umgebung es ein Glas Most gibt. Die beiden gehören zur «alten Garde» die schon jahrzehntelang ihre Heimat im ABA haben. Andere machen hier eine Lehre und schaffen dann den Einstieg in den Arbeitsalltag draussen.