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Alle Augen auf die Eichen

Die Bürgergemeinde Kreuzlingen hat für ihr Engagement den Förderpreis «Eiche 2020» erhalten.
Kurt Peter

36 Stimmberechtigte der Bürgergemeinde konnte Präsident Urs Neuweiler letzte Woche im Jugendhaus begrüssen. Zu Beginn seines Jahresberichtes machte er sich Sorgen über die illegale Entsorgung von Abfall im Wald. «Auch Grüngut kann sich negativ auf Tiere und Pflanzen auswirken», mahnte er. Zudem bestehe das Risiko, dass sich invasive, nicht heimische Pflanzen im Wald ansiedelten. «Die Kanadische Goldrute, das Drüsige Spritzkraut, Kirschlorbeer und Sommerflieder sind nur einige von zahlreichen Beispielen, welche sich als ursprüngliche Gartenpflanzen heute im Wald ausbreiten und dabei einheimische Arten verdrängen und schädigen.»

Strukturreiche Waldreservate

Im Doppelrevier Kreuzlingen seien mit drei Sonderwaldreservaten 125 Hektaren unter einen besonderen Schutzstatus gestellt, erklärte Neuweiler weiter. Diese seien wichtige Bestandteile der kantonalen Schwerpunkte zur Eichenförderung entlang des östlichen Seerückens. Wegen der hohen Anzahl dicker und sehr dicker Stieleichen, stehendem und liegendem Totholz, den vielen Spechthöhlen, hohlen Stämmen, Dürrständen und Efeubäumen seien diese Wälder besonders strukturreich. «Mit dem Umwandlungs- und Pflegeprojekt Eichen für unsere Zukunft wollen wir den Eichenanteil von 20 Prozent langfristig erhalten.» Der Förderpreis von 30000 Franken sei auf dieses Engagement zurückzuführen. Gregor Rutishauser präsentierte anschliessend die Rechnung 2016 der Bürgergemeinde. Diese schloss mit einem Gewinn von 883 Franken.

«Ausschlaggebend war der gute Ertrag aus dem Holzverkauf, dieser lag um 14000 Franken höher als budgetiert.» Die Waldhütte hingegen musste einen Verlust hinnehmen. 106-mal sei diese belegt worden, sagte Hüttenwart Bruno Lang. Wegen deutlich höherer Investitionen sei ein Defizit von knapp 2000 Franken entstanden.

Die Betriebsgemeinschaft «Pro Forst» konnte mit Förster Tobias Fischer die personelle Lücke wieder schliessen. Vorsteher Ruedi Wolfender konnte von einem erfreulichen Jahr berichten. «Da wir finanziell gut gearbeitet haben, konnten wir den Partnern 40000 Franken vergüten.» Für 496000 Franken wurden Aufträge ausgeführt. So sei ein Gewinn von 2451 Franken zu verzeichnen.

Verzicht auf die Nutzung von Eichenholz

Ruedi Wolfender berichtete anschliessend über einen geplanten Eichennutzgunsverzicht der Bürgergemeinde im südlichen Teil des Besitzes. Von diesem insgesamt 30 Hektaren grossen Gebiet würden 16 Hektaren auf einen Zeitraum von 30 Jahren ausgeschieden, erklärte Wolfender. «Zwei weitere Areale stehen zur Diskussion, so dass es dann eine Fläche von 18 Hektaren wäre.» Diese Wälder seien nachweislich ein Brutgebiet des Mittelspechtes und auch deshalb sehr wertvoll. Die Beiträge und Unterstützungen für die nächsten 30 Jahre beliefen sich auf rund 50000 Franken. Um die Eichen weiter zu fördern, sei eine Umwandlungsfläche bei den Lengwiler Weihern gerodet und so Platz für 4500 Eichen geschaffen worden.

Kurt Peter

kreuzlingen

@thurgauerzeitung.ch

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