Alle an einem Tisch

Was die hohe Politik nicht schafft, gelingt in Weinfelden: Das Kulturenfest vom 30. August auf dem Weinfelder Marktplatz bringt Russen und Ukrainer zusammen. Vertreter von 15 Nationen wollen sich von ihrer besten Seite zeigen.

Esther Simon
Drucken
Teilen
Auf dem Weinfelder Marktplatz wirbt ein grosses Plakat für den Anlass vom 30. August. (Bild: Mario Testa)

Auf dem Weinfelder Marktplatz wirbt ein grosses Plakat für den Anlass vom 30. August. (Bild: Mario Testa)

WEINFELDEN. Am Sonntag, 30. August, findet auf dem Marktplatz erstmals ein Kulturenfest statt. 15 Nationen nehmen teil, das sind mehr, als die Organisatoren erwartet haben. «Wir haben mit zehn gerechnet. Dass jetzt so viele mitmachen, freut uns natürlich sehr», sagt Roger Häfner-Neubauer, OK-Präsident. Dass ein solches Fest in Weinfelden stattfindet, hat sich offenbar rasch herumgesprochen. Neben vier europäischen Ländern wollen sich Eritrea, Japan, die Ukraine, Russland, die Türkei, Mazedonien, Gambia, Nigeria, Sri Lanka, Kolumbien und Peru von ihrer besten Seite zeigen. Angehörige dieser Staaten leben hauptsächlich in Weinfelden.

Einmal einen Grundbetrag

Auf dem Marktplatz werden mehrere Tische unter dem Sonnensegel sowie in einem Zelt aufgestellt, vor dem Ex Libris kommt eine kleine Bühne für das kulturelle Programm hinzu. Vertreterinnen und Vertreter der Nationen bieten an Ständen Speisen und Getränke an, die typisch sind für ihr Land. Häfner: «Alle Vertreter der Nationen wirken ehrenamtlich mit. Von diesem Fest hat niemand einen finanziellen Ertrag, es trägt aber auch keiner ein finanzielles Risiko.» Für Besucherinnen und Besucher gestaltet sich der Bezug von Essen an den Ständen recht einfach. Die Gäste bezahlen einmal einen Grundbetrag und können sich dann an den Ständen bedienen. Die Getränke werden separat verkauft. Die Nationenvertreter sind angehalten, kleine Portionen abzugeben, damit möglichst viele von vielem kosten können.

1000 Gäste werden erwartet

Die Nationen erhalten einen Pauschalbetrag für den Einkauf von Lebensmitteln. Das OK stellt die Infrastruktur zur Verfügung. Für die kulturellen Beiträge werden keine Honorare bezahlt.

Zum Kulturenfest sind Einwohnerinnen und Einwohner aus dem ganzen Bezirk eingeladen. Man erwarte etwa 1000 Personen, sagt OK-Mitglied Monica Wittwer. Das Kulturenfest dauert von 11.30 bis 16 Uhr, ab circa 12.15 Uhr stehen kulturelle Beiträge auf dem Programm. Häfner wünscht sich, dass die Begegnungen am Kulturenfest über diesen Tag hinaus wirken, dass Hemmschwellen abgebaut und Kontakte geknüpft werden. Einen Vorgeschmack hat Häfner bereits im OK erhalten: «Da ist sehr viel Interesse und Wohlwollen vorhanden.»