Alarm erfolgt nach 90 Sekunden

Einmal im Jahr blickt die FDP Amriswil hinter die Kulissen. Dieses Mal war zu erfahren, was bei einem Ernstfall hinter den Türen der Feuerwehr vor sich geht.

Maya Mussilier
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Feuerwehrkommandant Markus Stamm zeigt den Teilnehmern des FDP-Rundganges, wie eine Wärmebildkamera funktioniert. (Bild: Maya Mussilier)

Feuerwehrkommandant Markus Stamm zeigt den Teilnehmern des FDP-Rundganges, wie eine Wärmebildkamera funktioniert. (Bild: Maya Mussilier)

AMRISWIL. Wenn die Kantonale Notrufzentrale über die Nummer 118 alarmiert wird, erreicht nach maximal 90 Sekunden das Aufgebot die zuständige Feuerwehr. Ob dieser Geschwindigkeit staunen die Teilnehmer des jährlichen «Was steckt dahinter?»-Anlasses der FDP Amriswil. Sie lassen sich auf dem Rundgang durchs Hauptdepot der Stützpunktfeuerwehr von Kommandant Markus Stamm die Fahrzeuge und den Ablauf bei einem Einsatz erklären.

Nach jedem Einsatz reinigen

Manch einer staunt, als er hört, was die Feuerwehrleute auch nach dem Einsatz noch zu leisten haben. Nichts ist mit gemütlichem Zusammensitzen und Plaudern. «Jedes dieser 26 Atemschutzgeräte muss nach dem Einsatz durch seinen Benützer gereinigt und neu gefüllt werden», sagt Markus Stamm. Ein Vorgang, der heute im Waschraum des Hauptdepots erledigt wird. «Das ist nicht mehr zeitgemäss», macht der Kommandant auf die veraltete Anlage aufmerksam. Hier werden auch die Schläuche noch von Hand gewaschen und danach im Schlauchturm aufgehängt. Etwas, das heute an vielen Orten maschinell vonstatten geht.

Verständnis für neues Depot

Auf dem Rundgang erfahren die Teilnehmer viel Wissenswertes, sehen die beengten Verhältnisse und können sich kaum vorstellen, wie sich die Leute hier nebeneinander für den Einsatz bereit machen können. Nur zu gut verstehen sie den Wunsch nach einem neuen Feuerwehrdepot, das genügend Platz für alle Fahrzeuge, Geräte und auch das Personal bietet. Nach diesem Rundgang dürfte mancher der Besucher im November ein Ja für das neue Depot in die Urne legen.