Akzeptanz des demokratischen Entscheids

Verlieren tut immer weh, insbesondere wenn es so knapp ist wie beim Stadthaus-Projekt mit einem Nein-Anteil von 49,94 Prozent.

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Verlieren tut immer weh, insbesondere wenn es so knapp ist wie beim Stadthaus-Projekt mit einem Nein-Anteil von 49,94 Prozent. David Betschart, der in den letzten Wochen mit einer Plakat- und Inserate-Offensive insbesondere gegen die Tiefgarage kämpfte, wollte gegenüber unserer Zeitung keinen Kommentar zur Abstimmung abgeben.

Beat Rüedi, FDP-Gemeinderat und Podiumsteilnehmer für die Kontra-Seite, gibt sich als guter Verlierer. «In einer Demokratie kann man entweder gewinnen oder verlieren», sagt er. «Ich akzeptiere das Resultat und habe Vertrauen, dass alles richtig ist.» Er sei aber überzeugt, dass er jeweils erschrecken werde, wenn er den Klotz, also das neue Stadthaus, anschauen werde.

Jost Rüegg von der Freien Liste stören die vielen ungültigen Stimmen. «Aber das ändert nichts an diesem demokratischen Entscheid», meint er. «Ich werde mich auch nicht weiter darüber ärgern.» Er finde den Standort nach wie vor nicht gut, könne das Resultat aber akzeptieren. «Mir ist es lieber, dass es ein knappes Ja wurde als ein knappes Nein.» Eine Ablehnung hätte deutlicher ausfallen müssen, was er eigentlich auch erwartet hatte. «Bei einer so knappen Ablehnung hätte ein schlechtes Gefühl überwiegt.» Er freue sich nun für die Mitarbeiter der Stadt, die einen neuen, modernen Arbeitsplatz erhalten. (ndo)