AFFELTRANGEN: Zwei Kandidierende für den Gemeinderat

Michael Zai tritt per Ende Juni aus dem Gemeinderat zurück. Innerhalb der offiziellen Frist haben sich zwei Märwiler für die Ersatzwahl am 21. Mai aufstellen lassen.

Mario Testa
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Mario Testa

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@thurgauerzeitung.ch

Für Dominik Schegg ist es eine Premiere, für Milena Grubenmann der zweite Anlauf. Die 57-jährige Hausfrau und der 35-jährige Elektroingenieur kandidieren für den freiwerdenden Sitz im Affeltranger Gemeinderat. Die Ersatzwahl ist nötig, da Gemeinderat Michael Zai aus Affeltrangen wegzieht und deshalb nach fast acht Jahren, in denen er in der Exekutive mitgewirkt hatte, sein Mandat abgeben muss.

Die Märwilerin Milena Grubenmann hatte sich schon im vergangenen Jahr für eine Gemeinderatsersatzwahl aufstellen lassen, erreichte im ersten Wahlgang jedoch am wenigsten Stimmen der vier Kandidierenden und zog sich daraufhin für den zweiten Wahlgang zurück. Diesmal, bei der Urnenwahl vom 21. Mai, hat sie nur noch einen Konkurrenten. «Ich möchte mich einbringen in die Gemeinde. Bin auch schon in einer Kommis- sion tätig und die Arbeit macht mir Spass», sagt Grubenmann. «Frauen gehen Themen manchmal etwas anders an als Männer, vielleicht ist das ja ein gutes Argument, mich zu wählen.» Profitieren von den Erfahrungen des Wahlkampfs im vergangenen Jahr könne sie kaum, sagt Grubenmann. «Aber ich würde mich über eine Wahl sehr freuen – und wenn nicht, ist das für mich auch keine Niederlage. Dann werde ich mich weiterhin in der Energie- und Umweltkommission einbringen.» Milena Grubenmann ist verheiratet, hat ein Kind und tritt als Parteilose an.

Hintergrundwissen über das Gemeindewesen

Auch der zweite Kandidat für die Affeltranger Gemeinderatsersatzwahl lebt in Märwil. Dominik Schegg ist verheiratet, hat drei Kinder und tritt ebenfalls als Parteiloser an. «Für mich ist die Motivation für meine Kandidatur, mehr Hintergrundwissen im Gemeindewesen zu erhalten. Zudem gehen meine Kinder hier zur Schule, und meine Frau ist aktiv im Dorf – im Gemeinderat hätte dann auch ich die Möglichkeit, mich für die Gemeinde einzubringen.»

Mit dem Abgang vom Michael Zai wird das Ressort Feuerwehr, Abfallentsorgung und Umweltschutz frei. Und das passe ihm sehr gut, sagt Schegg: «Ich bin in der Feuerwehr schon länger verankert, von daher ist dieses Ressort sehr spannend.» Beide Kandidierenden finden es gut, dass die Stimmbürger eine echte Wahl haben am 21. Mai. «So gibt es eine Vielfalt an Kompetenzen und eine Auswahl für die Stimmbürger», sagt Schegg.