AFFELTRANGEN: Ursula Klaus springt in die Bresche

Gemeindepräsident Hans Matthey ist aus gesundheitlichen Gründen seit einigen Monaten nicht mehr voll einsatzfähig. Um die Geschäfte am Laufen zu halten, übernimmt die Vizepräsidentin nun mehr Aufgaben.

Mario Testa
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Gemeindepräsident Hans Matthey und Vizepräsidentin Ursula Klaus besprechen die Botschaft zur Gemeindeversammlung. (Bild: Mario Testa)

Gemeindepräsident Hans Matthey und Vizepräsidentin Ursula Klaus besprechen die Botschaft zur Gemeindeversammlung. (Bild: Mario Testa)

Mario Testa

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@thurgauerzeitung.ch

Hans Matthey plagt seit längerem ein Herzleiden. «Ich leide unter Herzinsuffizienz und bin deshalb nicht voll leistungsfähig», sagt der Gemeindepräsident von Affeltrangen. Bereits im vergangenen Herbst hat er deshalb sein Arbeitspensum auf 40 Prozent reduziert. «Wir haben nun gemerkt, dass es so nicht mehr geht, und mussten eine Lösung finden, damit sich die Pendenzen nicht stapeln», sagt Matthey.

Es sei ein Glücksfall, dass es Vizepräsidentin Ursula Klaus möglich ist, ihr Pensum um die bei ihm reduzierten 60 Stellenprozente aufzustocken. Da ihr jetziger Arbeitgeber, das Betreuungs- und Pflegeheim Schloss Hauptwil, wo Klaus in der Administration tätig ist, im Juni schliessen muss und sie dort ihre Anstellung verliert, hat sie Kapazitäten für die zusätzliche Arbeit für die Gemeinde Affeltrangen.

Gedanken über Rücktritt erst nach dem Arztbesuch

Hans Matthey, der gestern seinen 60. Geburtstag feiern durfte, hat nun eine dreimonatige Therapie hinter sich und wartet gespannt den Schlussuntersuch von kommender Woche ab. Erst dann werde sich zeigen, ob er gar frühzeitig aus seinem Amt zurücktreten müsse oder die Legislatur als Gemeindepräsident noch zu Ende machen könne. «Ich habe das auch so kommuniziert, dass nun meine letzte Legislatur läuft. Ob ich sie fertig machen kann, wird sich nach dem Gespräch mit den Ärzten weisen. Ich hoffe es.»

Kostenfolgen für die Affeltranger Steuerzahler haben die zusätzlichen Stellenprozente für Ursula Klaus kaum. «Die Versicherung bezahlt 90 Prozent der Kosten», erklärt Hans Matthey.

Ursula Klaus, die mit ihrer Familie in Zezikon lebt und vor sechs Jahren in den Gemeinderat gewählt wurde, findet die auf sie zukommende Arbeit reizvoll und spannend. «Ich kenne ja schon viel, aber ich muss mich schon noch weiter einarbeiten.»