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AFFELTRANGEN: Dorf will einen Beitrag leisten

Auf Initiative der Gemeinde treffen sich einmal monatlich Einwohner, um über Energie und Umwelt zu reden. Das Interesse der Bevölkerung ist allerdings noch sehr bescheiden.
Rudolf Steiner
Ein paar Einwohner diskutieren im Restaurant Hirschen darüber, was sie für die Umwelt tun können. (Bild: Rudolf Steiner)

Ein paar Einwohner diskutieren im Restaurant Hirschen darüber, was sie für die Umwelt tun können. (Bild: Rudolf Steiner)

Rudolf Steiner

weinfelden@thurgauerzeitung.ch

Am dritten Treffen zum Erfahrungsaustausch trafen sich am vergangenen Samstag gerade mal fünf Personen in Märwil. Es sind alles Eigenheimbesitzer. Aus beruflichen Gründen fehlte der Leiter und Initiator, der ehemalige Gemeinderat Albin Daneffel, der auch Präsident der fünfköpfigen Kommission Energie & Umwelt ist. Vertreten wurde er vom ehemaligen Affeltranger Ortsvorsteher, dem 71-jährigen Ruedi Wegmann, der ebenfalls Mitglied der Kommission ist.

Seit 2014 beteiligt sich Affeltrangen am Modell 2000-Watt-Gesellschaft Schweiz. Zur nachhaltigen und kontinuierlichen Verfolgung der Ziele wurde zudem der Beitritt zum Projekt «Energiestadt» beschlossen, seit 2016 ist Affeltrangen als eine von acht Thurgauer Gemeinden entsprechend zertifiziert. Das Label ist aber für die Gemeinden nicht nur Auszeichnung, sondern auch Verpflichtung. Anfang 2018 wurde dann die Energie- und Umweltkommission gegründet, um den Erfahrungsaustausch zu fördern und Einwohner fachlich zu beraten.

Werke unterstützen Umweltprojekte

«Mit der Einführung des monatlichen Treffs haben wir einen ersten Schritt gemacht. Jetzt müssen wir versuchen, die Menschen für die Umweltproblematik zu sensibilisieren», sagt Kommissionspräsident Albin Daneffel auf Nachfrage. Die gemeindeeigenen Technischen Betriebe erheben zum Beispiel auf den elektrischen Strom 0,1 Rp pro verbrauchte kWh. So werden pro Jahr 20000 Franken generiert, die zur Unterstützung von Umweltprojekten eingesetzt werden können, um das Ziel der 2000-Watt-Gesellschaft zu erreichen. Die Teilnehmer an der samstäglichen Erfahrungsaustauschrunde haben ihren Beitrag schon geleistet. So bezieht Ruedi Wegmann seine Energie über einen Wassertauscher in der Lauche, eine Erdsonde mit 170 Meter Bohrtiefe und eine PV-Anlage. Insgesamt 146000 Franken hat er investiert. «Ich wollte die Ölscheichs und die Ölmafia nicht länger unterstützen.» Auch der 69-jährige Rentner Robert Pfister hat sein Einfamilienhaus nach seinem Zuzug vor zehn Jahren aus dem Kanton Aargau nach ökologischen Grundsätzen geplant und gebaut. Er erzeugt Strom und Warmwasser mit einer PV-Anlage und Sonnenkollektoren und sammelt das Meteorwasser für den Eigengebrauch. «Aus Umweltschutzgründen verzichte ich seit zehn Jahren aufs Auto und fahre nur noch mit dem Fahrrad», sagt der engagierte Umweltschützer und Naturfreund.

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