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Ärger wegen eines Wahlberichts

Emil Bügler möchte für die EDU in den Kantonsrat. Mit seiner Wahlwerbung schaffte er es aber nicht in die letzte Ausgabe des «Kemmentaler Anzeigers». Im Gegensatz zu den Kandidaten der SVP, deren Vorstellung fast eine ganze Seite füllte.
Urs Brüschweiler
Der «Kemmentaler Anzeiger» stellt drei SVP-Kandidaten vor. (Bild: Andrea Stalder)

Der «Kemmentaler Anzeiger» stellt drei SVP-Kandidaten vor. (Bild: Andrea Stalder)

KEMMENTAL. Der Dotnachter will sich das nicht gefallen lassen. «Wir sind benachteiligt worden», sagt Emil Bügler. Er und vier weitere Kemmentaler kandidieren auf der EDU-Liste für die anstehenden Kantonsratswahlen. Um sie in ihrer Wohngemeinde bekannt zu machen, sandte Bügler Bilder und einen Text an die Gemeindekanzlei mit der Bitte um Abdruck im «Kemmentaler Anzeiger», dem amtlichen Publikationsorgan der Gemeinde.

Problematische Konstellation

Doch er erhielt prompt eine Absage mit der Begründung, Wahlpropaganda werde nicht berücksichtigt. Als letzten Freitag der «Kemmentaler Anzeiger», der im hinteren Teil der «Kreuzlinger Zeitung» eingefügt ist, herauskam, wurde Bügler wütend. Ein grosser Teil der ersten Seite gehörte der Vorstellung der drei Kemmentaler SVP-Kandidaten, darunter Gemeindepräsident Walter Marty. «Ich finde es höchst problematisch, dass die Redaktionshoheit bei der Plazierung von politischen Beiträgen bei der Gemeindekanzlei liegt, und der Vorgesetzte ist Kandidat», schreibt Bügler. Er findet sowieso, dass die Machtkonzentration der SVP in der Gemeinde langsam unheimlich werde.

Walter Marty relativiert die Angelegenheit. Emil Bügler wollte ein Inserat plazieren, was im «Kemmentaler Anzeiger» für Wahlwerbung aber gar nicht möglich sei, erklärt der Gemeindepräsident. Es stand ihm selbstverständlich frei, ein Eingesandt zu schicken, was er ja dann auch gemacht habe. Jedoch sei zu diesem Zeitpunkt die Ausgabe bereits voll gewesen.

Nichts mit der Partei zu tun

Bei der Berücksichtigung der Beiträge hätten die Mitteilungen der Gemeinde, Schulen und Kirchen Vorrang, dann kämen die Vereine, und danach gelte das Prinzip: Was zuerst kommt, wird zuerst gebracht. «Das hatte absolut nichts mit der Partei oder der Person zu tun», stellt Marty klar und betont, dass er persönlich sich um die SVP-Einsendung und die Auswahl gar nicht gekümmert habe. Die Gemeinde hat Bügler auf die nächste Ausgabe vertröstet. Diese erscheint am Freitag in einer Woche.

Walter Marty Gemeindepräsident Kemmental und SVP-Kantonsrat (Archivbild: Reto Martin)

Walter Marty Gemeindepräsident Kemmental und SVP-Kantonsrat (Archivbild: Reto Martin)

Emil Bügler EDU-Kantonsratskandidat aus dem Kemmental (Bild: pd)

Emil Bügler EDU-Kantonsratskandidat aus dem Kemmental (Bild: pd)

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