Adventsmarkt bezaubert Arbon

Am Samstag kleidete sich die Innenstadt von Arbon weihnachtlich: An rund 100 Ständen bot sich vor historischer Kulisse eine stimmige Mischung aus Kunst, Handwerk und kulinarischen Köstlichkeiten.

Hana Mauder
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Am Arboner Adventsmarkt ist alles selbergemacht. (Bild: Donato Caspari)

Am Arboner Adventsmarkt ist alles selbergemacht. (Bild: Donato Caspari)

ARBON. Es duftet nach Marroni, Glühwein, Feuerzangenbowle und Weihnachtsguezli. Unter den Dächern der rund 100 Marktstände bietet sich am Samstag den Flanierenden ein buntes Bild: Selbstgestickte Mützen und Socken in allen Farben liegen Seite an Seite mit handgefertigtem Schmuck. Nur wenige Schritte weiter sind Engelsflügel aus Metall zu entdecken oder kann man einem Drechsler bei der Arbeit über die Schulter schauen. Am Christkindlimarkt in Arbon hat schnöder Kommerz keinen Platz. «Alles ist selbstgemacht. Das macht den Charme dieses Marktes aus», sagte Besucherin Felicitas Pfister aus Frasnacht. Die Freude am Markt teilt sie mit weiteren Besuchern. «Mir gefallen all die handgestrickten oder gehäkelten Sachen besonders gut», sagte Jeanette Maag aus Neukirch.

Kräuter und Unikate

Jedes erste Adventswochenende verwandeln sich die gesperrte Hauptstrasse und der Fischmarkt in ein Wintermärchen. Einige Marktfahrer gehören hier zum Inventar: «Ich bin seit fünf Jahren mit dabei», erzählt Sepp Schärli. Seine Spezialität sind duftende Teekräuter. «Ich bin auf 900 Metern aufgewachsen. Bei uns wurde immer Tee getrunken.» Gern erzählt er dem Passanten, wie er in der ganzen Schweiz auf der Suche nach Ringelblume, Johanniskraut oder Schafgarbe immer wieder neue Wege findet. Aber auch Marktneulinge geniessen die Stimmung vor historischer Kulisse: «Ich kann meine Kreativität ausleben», erzählt Samuel Brühlmann. Der gelernte Schreiner verkauft bepflanzte Kugeln. Die Unikate fertigt er aus Styropor, den er mit Mörtel und weiteren Zutaten veredelt.

Die Mischung aus allem

Weihnachtszauber fürs Auge und fürs Ohr: Eine Bläsergruppe der Stadtmusik Arbon spielt stimmige Weisen. Wer kalte Füsse bekommt, den wärmt ein Glas Glühwein rasch wieder auf. Handwerk, Kunst und Kulinarisches: «Es ist die Mischung aus allem, was diesen Markt besonders macht», sagt Roland Zimmerli aus Amriswil.