Adrenalin pur in der Bürgler Kiesgrube

Die SAM Swiss Supermoto Championships in der Bürgler Kiesgrube boten spannenden Rennsport. 3000 Zuschauer liessen sich das Spektakel nicht entgehen. Ein gestürzter Fahrer konnte das Spital schnell wieder verlassen.

Margrith Pfister-Kübler
Merken
Drucken
Teilen
Die Fahrer zeigten faszinierende Action bei den Sprüngen. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Die Fahrer zeigten faszinierende Action bei den Sprüngen. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Bürglen. 230 Fahrer gingen am Wochenende mit ihren Motorrädern an den Start. Kids, Youngster, Fun Open, Rookie, Challenge, Quad, Prestige und Senioren Open hiessen die Kategorien. Rund 3000 Zuschauer kamen zum Spektakel, schätzt Ueli Herzog. «Ein voller Erfolg. Unfallfrei, mit Ausnahme des Sturzes von Fahrer Stefan Züger», bilanzierte der OK-Chef. Züger stürzte am Samstag kurz vor 17 Uhr. Mit dem Rettungshelikopter wurde er mit Verdacht auf eine Rückenverletzung ins Spital geflogen. «Es geht ihm gut, er konnte das Spital bereits wieder verlassen», sagte Herzog gestern Sonntag.

Schnelle Piste

Die Bürgler SAM Swiss Supermoto Championships gelten nicht nur als Saisonstart, sondern zählen für alle Fahrer zur Meisterschaft. Hubraum, Zylinderzahl, Fahrweise und Piste prägten die Gespräche. Die Zuschauer standen auf Kieshügeln, am Grubenrand, auf Rampen, auf diversen Tribünen und genossen so die unterschiedlichsten Blickwinkel auf die Rennen. Auf der Strecke von 1400 Metern Länge war eine gute Kurventechnik gefragt.

«Es ist eine gute, breite und schnelle Piste, mit viel Überholmöglichkeiten», kommentierte eine Fahrergruppe. Das umliegende Terrain der Kiesgrube war ein Wohnwagendorf. Entlang der Wege zum Zentrum präsentierten Händler, was Töfflerherzen begehren. Zum Duschen ging's per Shuttle-Bus in die Turnhalle. Irgendwo war immer Happy Hour. Hübsche Girls kamen zur Bikerparty und zum Rennen, weil sie Töfffahrer – «so coole Typen» – mögen.

Nichts für zarte Seelen

Helfer Luzi Lampert aus Reckenwil freute sich, dass er beim Mechaniker-Rennen auch eine Chance zum Fahren erhält. Komplimente gab's für den professionellen Einsatz des OKs und aller Helfer sowie den Aufbau der Piste. Viel Spass hatten Kinder nicht nur als Fahrer, sondern auch als Zuschauer. «Mir gfallts, wie die jucket», strahlt die neunjährige Patricia Gesser aus Illhart. Ein Bub musste wegen eines Motorenschadens aufgeben. Sein Lächeln wich einem verdriesslichen Blick, aber er ertrug den Schmerz mit aufrechter Haltung. Die komplette Rangliste der Rennen ist im Internet unter www.s-a-m.ch ersichtlich.