Achtung, fertig, Mostkrug-Schieben

Muolen. Wer dachte, dass ein Mostkrug nur zum Trinken da ist, der wurde am Bauernmarkt in Muolen eines Besseren belehrt. Dort nämlich wurden Mostkrüge nicht gefüllt, sondern geschoben.

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Volle Konzentration: Ein Knabe versucht sich im Mostkrug-Schieben. (Bild: Ralph Ribi)

Volle Konzentration: Ein Knabe versucht sich im Mostkrug-Schieben. (Bild: Ralph Ribi)

Muolen. Wer dachte, dass ein Mostkrug nur zum Trinken da ist, der wurde am Bauernmarkt in Muolen eines Besseren belehrt. Dort nämlich wurden Mostkrüge nicht gefüllt, sondern geschoben. Mostkrug-Schieben nennt sich das Ganze, das sich nicht im Festzelt, sondern zwischen Landmaschinen- und Apfelringli-Stand abspielte.

So funktioniert es: Man nimmt einen leeren Mostkrug und stösst ihn am Ende einer Holzplatte ab und versucht, den Schub so zu kalkulieren, dass der Krug so nah wie möglich ans andere Ende rutscht, ohne dass er hinten in den Korb fällt.

Auf einer Tafel werden die besten Ergebnisse aufgelistet. Gewinnen lohnt sich, denn der Erstplazierte kann an der Schweizer Meisterschaft im Mostkrug-Schieben teilnehmen.

Ein jüngerer Herr im Ganzkörper-Regenschutz steht nonchalant hin und schiebt den Krug nach vorne. Und siehe da: ein sehr gutes Ergebnis. Dann jene ältere Frau, die in die Knie geht, sich ihren Schuss sehr genau zu überlegen scheint. « Das ist schwierig», sagt sie, als der Mostkrug hinten in den Korb fällt.

Beim ganzen Spass kann es auch mal vorkommen, dass ein Krug zerbricht. Dafür wurde vorgesorgt: Es stehen Ersatzkrüge bereit. (bur)