Acht Stunden nächtliche Musik

Die siebte Durchführung der Musiknacht fand in der evangelischen Kirche in Altnau mit 14 Musikgruppen und Formationen statt. Die jeweils 20minütigen Konzerte waren alle gut besucht.

Daniela Ebinger
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Alphornbläser füllten die Kirche in Altnau mit urchigen Klängen. (Bild: Daniela Ebinger)

Alphornbläser füllten die Kirche in Altnau mit urchigen Klängen. (Bild: Daniela Ebinger)

ALTNAU. In der evangelischen Kirche fand am Samstag die siebte Musiknacht statt. Während acht Stunden spielten 14 Musikgruppen und Formationen im Halbstunden-Rhythmus für jeweils 20 Minuten. In den kurzen Pausen dazwischen konnten sich die Gäste mit Getränken und Snacks versorgen.

Bekanntes und Exotisches

Während den acht Stunden war die Kirche immer gutbesucht. Die musikalischen Darbietungen stellten mit Alphornklängen, Glockenspiel, Gesang, Holzinstrumenten, Orgel und Klavier eine grosse Vielfalt dar. Musikliebhaber kamen auch in den Genuss von weniger bekannten Instrumenten. So zeigte Musikstudent Lukas Rechsteiner am Marimbaphon mit vier Schlägern eine beeindruckende Darbietung.

Pfarrer Guido Hemmeler war von der Gruppe SOS Rapide sehr begeistert. «Diese westafrikanischen Djembe-Rhythmen versetzten mich fast in Ferienstimmung», sagt er. Hansjörg Widmer, Präsident der Evangelischen Kirchgemeinde Altnau, hörte zum ersten Mal das Handglockenorchester unter der Leitung von Matthias Blumer. «In der Kirche kamen die warmen Klänge gut zur Geltung», sagte er. Die Erklärung von Blumer zur Handhabung des Glockenspiels fand Widmer sehr interessant.

Mehr Klang im hinteren Teil

Die Musikstücke des grossen Blockflötenensembles Aquarella aus Tägerwilen fand Widmer lüpfig. Mit dieser Meinung war er nicht allein. Reichhaltig und Vielseitig fand auch Hans Eberhardt die Darbietung. Dem Altnauer hat es aber vor allem das Ensemble canticum novum angetan. Neben bekannten Kirchenstücken trug dieses auch hebräische Psalmen vor. Ein Geheimtip von Eberhardt: Die Darbietungen kommen im hinteren Teil der Kirche besser zur Geltung. «Vorne geht der Gesamtklang fast verloren.»