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Abschied von Fritz Künzler

Zum Gedenken
Martin Sax

Als eine grosse Schar aus Familie und Freunden am letzten Dienstag von Fritz Künzler Abschied nahm, zeigte sich nach drei spätherbstlichen Regentagen die Sonne wieder. Sie setzte damit ein Zeichen zu einem Leben, das von Glück und Heiterkeit geprägt war.

Fritz Künzler wurde am 11. Oktober 1928 geboren und wuchs an der Frauenfelderstrasse in Weinfelden auf. Hier betrieb sein Vater eine Kuttlerei, und Fritz erlernte seinen Beruf bei Metzger Bänziger im «Rössli». In der Weinfelder Heimat begegnete er dann nach Lehr- und Wanderjahren zum ersten Mal seiner Nelly. Die beiden heirateten am 6. Oktober 1956 – ihrem Geburtstag. Das brachte der jungen Ehe Glück, und bis zuletzt waren die beiden ein patentes Team.

Im März 1961 erwarben Künzlers ein Haus direkt gegenüber dem Städeli. Von da an waren die Eheleute mit ihren drei Kindern wieder in der Heimat angekommen. Fritz arbeitete im «Hirschen», seine Frau Nelly betrieb zu Hause einen kleinen Mercerieladen.

Das Bild aber, das die Erinnerung an Fritz Künzler bei vielen Weinfelderinnen und Weinfeldern prägt, ist seine berufliche Erfüllung, die er ab 1972 bei der Gemeinde fand. Unzählige Stimmberechtigte begegneten ihm als Urnenoffiziant, und die Jahrmärkte in Weinfelden hütete er wie einen persönlichen Schatz. Im Gemeindeparlament und im Kantonsrat war er ein angesehener Weibel. Und immer hatte er dabei Zeit für einen kurzen Schwatz, auf jeden Fall aber für ein freundliches Lächeln.

Mit Kindern, Enkeln und zuletzt auch Urenkeln genoss er nach der Pensionierung die Heimat zu Hause in Weinfelden und auf ­seinem «Bödeli» in Strohwilen. Er pflegte einen treuen Freundeskreis bei Schützen, Turnern und der Feuerwehr. Alle, die mit ihm in Kontakt kamen, schätzten seine fröhliche Art. Mit seiner grossen Hilfsbereitschaft und Ausstrahlung vermochte er so manchen anzustecken.

Dass er bis in seine letzten Tage mit seiner Frau zu Hause leben durfte, war ihrer beider besonderes Glück. So erinnern wir uns denn an einen Menschen, der mit einem Lächeln gehen durfte – der aber vor allem auch uns mit einem Lächeln zurücklässt.

Martin Sax

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