Abschied vom geknickten Streifen

MAUREN. Der Zebrastreifen an der Bergerstrasse in Mauren kommt an einen neuen Standort. Das Provisorium mit dem Knick soll bereits im Herbst ersetzt werden. Eine Einigung mit dem Grundbesitzer beim jetzigen Standort kam nicht zustande.

Mario Testa
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Bergs Gemeindepräsident Max Soller am Standort des neu geplanten Zebrastreifens in Mauren, 25 Meter östlich des jetzigen mit dem Knick. (Bild: Mario Testa)

Bergs Gemeindepräsident Max Soller am Standort des neu geplanten Zebrastreifens in Mauren, 25 Meter östlich des jetzigen mit dem Knick. (Bild: Mario Testa)

In Mauren gibt es drei Zebrastreifen. Einer geht schnurgerade über die Maurenstrasse, ein anderer in gleicher Form über die Dorfstrasse. Aus der Reihe fällt der meistbefahrene der dreien, der an der Bergerstrasse. Er zweigt mitten in der Kantonsstrasse halbrechts ab. Den Knick im Zebrastreifen auf ihrem Schulweg verdanken die Kinder aus Mauren einem Streit zwischen «Ochsen»-Inhaber René Burgermeister und der Gemeinde Berg. Weil Burgermeister nicht mehr bereit war, den Vorplatz seines Gasthofs ohne Gegenleistung seitens der Gemeinde den Fussgängern zur Verfügung zu stellen (siehe Kasten), hatte er vergangenen November kurzerhand eine Kette zur Abgrenzung montiert. So führte der Zebrastreifen rund eine Woche lang direkt in eine Schranke. Eine unhaltbare Situation für die Gemeinde und den Kanton.

Als Zwischenlösung entschieden sich die Behörden für den Knick im Zebrastreifen, um an der Schranke und so auch Burgermeisters Grundstück vorbei zu kommen. «Aber das ist natürlich keine Dauerlösung», sagt Max Soller, Gemeindepräsident von Berg. «Wir haben uns in Zusammenarbeit mit dem Kanton auf die Suche nach Alternativen gemacht und diese auch gefunden. Auch Vertreter der Volksschule, der Anwohner sowie der Dorfgemeinschaft Mauren konnten sich dazu einbringen.»

Neuer Standort ist auch sicherer

Der Zebrastreifen soll nun an einen neuen Standort zügeln, etwa 25 Meter die Kantonsstrasse hoch Richtung Osten, auf die andere Seite des Einlenkers Haldenstrasse. «Die Fachleute beim Kanton sind der Meinung, dass dieser Standort sogar der bessere und sichere ist als der heutige», sagt Soller. Einerseits hätten die immer grösseren landwirtschaftlichen Fahrzeuge keine Probleme mehr beim Einlenken von der Haldenstrasse in die Bergerstrasse, andererseits werde so auch etwas Distanz zwischen dem Einlenker Schulstrasse und dem Zebrastreifen geschaffen.

Knapp 50 000 Franken soll der neue Zebrastreifen mit Fussgängerschutzinsel und dem neuen Trottoir an der Haldenstrasse kosten. «Davon übernimmt die Gemeinde den Trottoirbau, was rund der Hälfe der Kosten entspricht. Der Kanton finanziert den neuen Zebrastreifen mit der Fussgängerschutzinsel», sagt Soller. Die Auflagen für das Bauprojekt liegen noch bis am 17. August bei der Gemeinde Berg auf. «Wenn es keine Einsprachen gibt, kann der Bau im Herbst realisiert werden.»

Landabtausch mit Baumanns

Um entlang der Haldenstrasse ein neues Trottoir als Zugang zum Zebrastreifen realisieren zu können, benötigt die Gemeinde Land. Es gehört der Familie Baumann aus Mauren. «Wir bieten gerne Hand für die neue Lösung», sagt Yvonne Baumann. «Uns ist es wichtig, dass es für die Kinder eine sichere Lösung gibt, es ist wirklich eine gefährliche Strasse, da braucht es einen guten Zebrastreifen.» Baumanns und die Gemeinde Berg haben sich auf einen Landabtausch geeinigt – etwa sieben Quadratmeter geben Baumanns her, erhalten im Gegenzug gut 18 Quadratmeter von der Gemeinde.

So präsentierte sich der frisch aufgemalte, geknickte Zebrastreifen an der Bergerstrasse in Mauren am 20. November 2014. (Archivbild: Mario Testa)

So präsentierte sich der frisch aufgemalte, geknickte Zebrastreifen an der Bergerstrasse in Mauren am 20. November 2014. (Archivbild: Mario Testa)