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78 Projekte und nur ein Sieger

ARBON. Die Stadt wächst. Das gibt auch mehr Schüler. Ein drittes Primarschulzentrum soll sie auffangen und 2016 in Betrieb gehen: Im Seegarten. Das Siegerprojekt ist erkoren. Im Juni stimmen die Schulbürger über den Projektierungskredit ab.
Max Eichenberger
So ähnlich wird das Primarschulhaus Seegarten aussehen: Das aus einem Wettbewerb hervorgegangene Siegerprojekt von Lutz/Buss, Zürich. (Bild: Visualisierung: pd)

So ähnlich wird das Primarschulhaus Seegarten aussehen: Das aus einem Wettbewerb hervorgegangene Siegerprojekt von Lutz/Buss, Zürich. (Bild: Visualisierung: pd)

ARBON. Die Primarschulgemeinde Arbon (PSG) plant im Gebiet Seegarten, zwischen Romanshorner- und Seestrasse, ein drittes Schulzentrum. Primär als Ersatz für das Schulhaus Schöntal, das zum Gebilde des Stacherholz-Schulzentrums gehört. Für das umgenutzte Saurer-Gebäude im Schöntal läuft 2016 der Mietvertrag aus. Dafür will die PSG im Seegarten Ersatz schaffen – und auch der aktualisierten Schulraumplanung gerecht werden.

Drei gleichwertige Schulzentren

In Arbon nämlich sind die Schülerzahlen, vor allem als Folge der Bautätigkeit und des Einwohnerzuwachses, nicht wie andernorts rückläufig. Mit der neuen Schulanlage im Nordwesten des Siedlungsgebietes wären drei gleichwertige Schulzentren mit 250 bis 350 Primar- und Kindergartenschülern ausgewogen über die Stadt verteilt. Dies erachtet die Schulbehörde als ideale und überschaubare Grösse, damit die Unterrichtsstätte nicht zu anonym wird und eine gute Qualität gewährleistet werden kann. Die bestehenden Schulhäuser ritzen dieses Kriterium.

Mit der besseren geographischen Verteilung in der Stadt vereinfacht sich auch die Zuteilung. Zudem werden die Schulwege kürzer. Die Behörde plant und wappnet sich auch im Hinblick darauf, die Idee einer Tagesschule dereinst realisieren zu können.

Jury hatte viel Arbeit

Im März 2012 haben die Primarschulbürger dem Kauf eines Landstücks für 1,73 Millionen Franken zugestimmt, das an die PSG-eigene Parzelle beim ehemaligen Kindergarten Seestrasse (wird heute von der Spielgruppe genutzt; offen, ob er als Reserve genutzt oder geschleift wird) angrenzt. Letzten Oktober hat die Schulbehörde einen Projektwettbewerb gestartet. Gemäss Raphael Künzler, Bauressortverantwortlicher der PSG, sind 78 Projekte eingereicht worden. Das gab für die Jury eine Menge Arbeit.

Juriert worden ist im März. Jetzt hat die Schulgemeinde das Siegerprojekt bekanntgegeben. Es heisst «Domino» und stammt von den Zürcher Architekten Heike Lutz und Andreas Buss. Ausser Beat Consoni (Horn/St. Gallen) schaffte es kein regionales Architekturbüro in die ersten fünf Ränge. Lutz/Buss sei es «in wesentlichen Punkten hervorragend gelungen, die vorgegebenen Rahmenbedingungen und Bedürfnisse in ihrem Projekt zu berücksichtigen und überzeugend umzusetzen», heisst es im Jurybericht.

Projektierungskredit im Juni

Die Schulbehörde wird am 9. Juni, gleichzeitig mit der Abstimmung über die Jahresrechnung, einen Projektierungskredit von 470 000 Franken einholen. Der weitere Fahrplan sieht vor, erläutern Schulpräsidentin Regina Hille rund Raphael Künzler, am 24. November dann den Baukredit einzuholen. Wenn das Projekt im Detail vorliegt, würden auch die Kosten näher beziffert werden können. «Um genaue Fakten liefern zu können, ist es dafür heute noch zu früh. Die Planung ist voll im Fluss», sagt Künzler. Die PSG geht nach heutigem Stand – auch der Finanzplanung – von Baukosten im groben Rahmen von 16 Millionen Franken aus.

Läuft alles rund, soll das Schulzentrum Seegarten mit einer einfachen Turnhalle, situiert gegen die Romanshornerstrasse hin, und den nordwärts ausgerichteten schulischen Baukörpern zum Schuljahresbeginn 2016/17 in Betrieb gehen. Die Primarklassen (1.–6.) werden einfach geführt. Als Reserve beinhaltet das Bauprogramm drei weitere Klassenzimmer. Womöglich wird im Seegarten eine Klasse mit von Haus aus fremdsprachigen Kindern geführt. Heute sei man mit den Räumlichkeiten schon kritisch dran. Das Projekt lässt Künzler zufolge als Option eine Erweiterung zu. Überzeugt hat die Jury der vielfältig durch die Baukörper gegliederte und nutzbare Aussenraum.

Alle eingereichten 78 Projekte sind ab heute bis zum 22. April im ZuK an der Schlossgasse 4 ausgestellt

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