770 Personen fordern kurze Schulwege

EGNACH. Die Egnacher Schulbehörde kommt nicht zur Ruhe. Gestern hat ihr die IG Schule im Dorf eine Petition mit 770 Unterschriften übergeben, verbunden mit der eindringlichen Bitte, keine Kinder gegen den Willen der Eltern auf entfernte Schulhäuser zu verteilen.

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Bei der Petitionsübergabe liessen Kinder Ballone los. (Bild: Markus Schoch)

Bei der Petitionsübergabe liessen Kinder Ballone los. (Bild: Markus Schoch)

EGNACH. Die Egnacher Schulbehörde kommt nicht zur Ruhe. Gestern hat ihr die IG Schule im Dorf eine Petition mit 770 Unterschriften übergeben, verbunden mit der eindringlichen Bitte, keine Kinder gegen den Willen der Eltern auf entfernte Schulhäuser zu verteilen. Genau das plant die Behörde auf das Schuljahr 2015/16, nachdem sich die Stimmbürger im letzten November für den Erhalt des Schulhauses Ringenzeichen ausgesprochen haben. Die Schulbehörde wollte es schliessen, wogegen sich aber betroffene Eltern mit einer von 361 Personen unterschriebenen Petition gewehrt hatten. Die Behörde wies im Vorfeld wiederholt darauf hin, dass sie Schüler umverteilen müsse, falls Ringenzeichen weitergeführt werden sollte.

In einer ersten Reaktion letzte Woche im Lokalblatt machte die Behörde klar, dass sie nicht auf die Forderung der IG Schule im Dorf eingehen wird. Die Schulwege seien von der Länge her zumutbar. Vor allem lasse sie sich nicht zum Spielball der Bevölkerung machen, heisst es dort. Der IG Schule im Dorf wirft die Behörde Verantwortungslosigkeit vor. Sie habe sich im Vorfeld «zu wenig um die Thematik gekümmert». Die IG ist sicher, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. «Die Behörde wird sich beraten und anschliessend mit der IG treffen», teilt Schulpräsidentin Katrin Bressan auf Anfrage mit. (mso)