731 Leute wählten ihren Präsidenten

Die Raiffeisenbank Amriswil-Dozwil-Sommeri hat eine neue Führungsspitze. Roland Schneeberger hat an der Generalversammlung sein Amt angetreten. Er übernimmt eine blühende Genossenschaft.

Gunhild Rübekeil
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Stehen nun an der Raiffeisen-Spitze: Edgar Meier, Roland Schneeberger und Andreas Ackermann. (Bild: Gunhild Rübekeil)

Stehen nun an der Raiffeisen-Spitze: Edgar Meier, Roland Schneeberger und Andreas Ackermann. (Bild: Gunhild Rübekeil)

AMRISWIL. 2012 erklärten die UN zum «Jahr der Genossenschaften» und würdigten damit auch das Geschäftsmodell der Raiffeisenbanken. «Nicht Gewinnmaximierung, sondern langfristiges Denken und Handeln stehen für uns im Vordergrund», betonte der Vizepräsident des Verwaltungsrats, Andreas Ackermann. Er führte durch die 90. Generalversammlung der Raiffeisenbank Amriswil-Dozwil-Sommeri im Pentorama.

Dass das genossenschaftliche Konzept erfolgreich sein kann, bewies der Geschäftsbericht, den Bankleiter Edgar Meier den zahlreichen Anwesenden – 731 Stimmberechtigte und etliche Gäste – erläuterte.

Überall zugelegt

Trotz steigendem Regulierungsdruck und Turbulenzen in der EU sowie dem starken Franken, der vor allem Gewerbe und Landwirtschaft grosse Sorgen bereitete, konnte die Raiffeisenbank laut Edgar Meier auf fast allen Ebenen zulegen. So wuchs der Reingewinn um 13,5 Prozent auf 455 000 Franken. Die Bilanzsumme stieg um 1,6 Prozent auf 371 Millionen Franken. Die Kundengelder betrugen 281 Millionen Franken, was einer Zunahme von 4,3 Prozent entspricht. Bei 214 Millionen Franken handelt es sich um Spargelder.

Trotz tiefer Zinsmargen seien die Zinserträge von vier Millionen Franken (Vorjahr: 3,8 Millionen Franken) die höchsten, die in der Geschichte der Bank je erzielt wurden, führte Bankleiter Edgar Meier aus.

Wachsende Mitgliederzahl

Auch hinsichtlich der Mitgliederzahl ging es bei der Raiffeisenbank Amriswil-Dozwil-Sommeri weiter bergauf: 4601 Genossenschaftler gehörten Ende des Geschäftsjahrs 2012 der Bank an, das sind 4,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Zugleich reduzierte die Bank ihren Geschäftsaufwand um 3,2 Prozent auf 3,1 Millionen Franken.

Die Seite gewechselt

Diese positive Bilanz belohnten die anwesenden Stimmberechtigten mit der einstimmigen Wiederwahl des bisherigen Vorstands.

Neu besetzt wurde lediglich die nach dem Freitod von Michael Knaus vakante Position des Verwaltungsratspräsidenten. Das Amt übernimmt der Hefenhofener Roland Schneeberger, der als Treuhänder mit eigenem Unternehmen und Immobilienbewirtschafter «bisher auf der gegenüberliegenden Seite der Banken» sass, wie er selber erklärte. Er wurde mit einer Gegenstimme ins Amt gehoben.

Ebenfalls nur eine Gegenstimme gab es bei der Wiederwahl der Revisionsstelle, die erneut die PricewaterhouseCoopers AG besetzt.

Gelungene Unterhaltung

Toni Betschart, der jahrelang die Generalversammlung der Raiffeisenbank Amriswil-Dozwil-Sommeri organisiert hat, zieht sich von dieser Aufgabe zurück. Betschart und die Helfer von Harmonie Amriswil, DTV Oberaach sowie STV Uttwil meisterten die Aufgabe auch dieses Jahr souverän.

Für zahlreiche Lacher und Unterhaltung sorgte das Komiker-Duo Lapsus.

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